139 Aussteller und 300 Ausbildungsberufe

Göttinger Berufsinformationstag lockte wieder Tausende an

Praxistest: Beim GöBit 2015 konnten sich Schüler im Löten versuchen. Foto: Schröter

Göttingen. Dichtes Gedränge herrschte am Samstag in den Gängen und Räumer der Berufsbildenden Schulen II, wo die 14. Auflage des Göttinger Berufsinformationstages (GöBit) stattfand.

Mehrere tausend Jugendliche, Eltern und andere Interessierte waren gekommen, um Einblicke in die vielfältige und bunte Welt der Ausbildungsberufe und Studienangebote zu bekommen und Kontakte zu knüpfen.

139 Aussteller und damit so viele wie nie informierten an 135 Ständen. In den vier Themenwelten „Ausbildung“, „Studium“, „Ausland und Freiwilligendienste“ sowie „Aktionen“ wurden dabei mehr als 300 Ausbildungsberufe und Studiengänge vorgestellt.

„Das ist eine gute und wirklich wichtige Veranstaltung“, meinte Patrick Münchberg. Der 16-Jährige aus Hardegsen, der im kommenden Jahr sein Abitur am Beruflichen Gymnasium in Göttingen macht, war bereits zum zweiten Mal nach 2014 Besucher des GöBit. „Auch wenn es in diesem Jahr nicht viel Neues gab, finde ich es super, dass man sich hier bei Experten und bei aktuellen Auszubildenden über den Beruf informieren kann, der einem so vorschwebt“, so Münchberg. Jugendliche, die ohne Berufsvorstellung kommen, bekämen einen umfassenden Überblick über Lehrberufe und Studiengänge. „Und das alles enorm praxisnah“, so der 16-Jährige.

Tatsächlich war bei dieser GöBit wieder alles vertreten – von der Bäckerei bis zum Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, vom Lebensmitteldiscounter bis zum Measurement Valley. „Gerade für das Handwerk ist eine solche Veranstaltung von enormer Bedeutung“, betonte Thomas Hellmich, Lehrer an der BBS III Ritterplan im Bereich Lebensmittel-Handwerk. Sowohl die Zahl der Auszubildenden als auch die der Ausbildungsbetriebe nehme in vielen Sparten dramatisch ab. „In Göttingen gibt es gerade mal noch sechs Bäckereien und Konditoreien, die Lehrlinge ausbilden“, so Hellmich. Umso wichtiger sei für diese eine Plattform wie die GöBit, um sich Schülern präsentieren und für eine Ausbildung in diesem Bereich werben zu können.

GöBit lockte wieder Tausende an

Mächtig Gegenwind bekam nicht zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung die Bundeswehr bei ihrer Eigenwerbung. Nachdem das Verwaltungsgericht Göttingen im Eilverfahren eine Kundgebung unter dem Motto „Kein Werben für´s Sterben“ zugelassen hatte (die HNA berichtete), demonstrierten Mitglieder der „antimilitaristischen Perspektive Göttingen“ auf dem BBS-Gelände mit Handzetteln und Plakaten gegen Werbung der Bundeswehr in der Öffentlichkeit und an Schulen. (per)

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