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Ehemaliger Grundschullehrer wegen schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern angeklagt

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Von: Heidi Niemann

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Ein 47-jähriger ehemaliger Grundschullehrer wird verdächtigt, Kinder sexuell missbraucht zu haben. Von mehr als 100 Taten ist die Rede.

Göttingen/Frankfurt – Ein früherer Grundschullehrer, der zuletzt in Göttingen gewohnt hat, muss sich demnächst wegen mehr als 100 Missbrauchshandlungen vor Gericht verantworten.

Die bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main angesiedelte Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität hat den 47-jährigen beim Landgericht Fulda wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen angeklagt.

Mehr als 100 Missbrauchsfälle: Ehemaliger Lehrer wegen sexuellen Handlungen an Kindern angeklagt

Der Eingang zum Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main.
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat einen 47-jährigen Ex-Lehrer wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt. (Symbolbild) © Ralph Peters / imago

Der ehemalige Schulleiter soll über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten hinweg insgesamt 64 Taten zum Nachteil von Kindern und 35 Taten zum Nachteil von Jugendlichen begangen haben. Laut Anklage sollen die Missbrauchshandlungen zwischen Januar 1998 und Dezember 2021 an mehreren Orten in Nord- und Osthessen stattgefunden haben.

Unter den Geschädigten befänden sich auch Schüler, sagte am Montag (28.11.2022) der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Sebastian Zwiebel. Die Ermittlungen resultierten aus einem Hinweis des US-amerikanischen „National Center for Missing and Exploited Children“ (NCMEC).

Die gemeinnützige Organisation nimmt Hinweise der Internetdienstleister auf Darstellungen von sexuellem Missbrauch im Internet entgegen und meldet diese weltweit den Polizeibehörden. Dem Hinweis zufolge bestand der Verdacht, dass der 47-Jährige kinderpornografische Dateien an Dritte weitergegeben haben könnte. Die Ermittler ließen daraufhin die Wohnung des Lehrers durchsuchen.

Ex-Grundschullehrer wohnte zuletzt in Göttingen

Bei der Auswertung der sichergestellten Datenträger fanden die Ermittler Hinweise darauf, dass der 47-Jährige selbst Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht hatte. Insgesamt konnten die Ermittler mehr als 100 mutmaßliche Taten konkretisieren. Zudem ist er in 15 weiteren Fällen wegen des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Inhalte angeklagt.

Der 47-Jährige war im Oktober vergangenen Jahres von Nordhessen nach Göttingen umgezogen, seit Januar 2022 befindet er sich aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Bad Hersfeld in Untersuchungshaft. Das Landgericht Fulda muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. (Heidi Niemann)

Verwandte Themen: Ein 38-Jähriger missbrauchte Nachbarskinder; ein Gutachten bescheinigt ihm „Kernpädophilie“. Nach Überzeugung des Landgerichts Göttingen hat ein Vater seine damals fünfjährige Tochter sexuell missbraucht.

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