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Göttinger Badeparadies „Eiswiese“ bleibt nun doch offen

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Von: Bernd Schlegel

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Das Badeparadies Eiswiese in Göttingen bleibt nun doch geöffnet. Mitarbeiter hätten bei Teil-Schließung nicht mal Kurzarbeitergeld bekommen.

Göttingen – Die Stadt Göttingen verzichtet nun doch auf eine Teil-Schließung des Badeparadieses Eiswiese. Diese überraschende Wende erfolgt nun vor allem mit Blick auf die Mitarbeiter. Eine mögliche geplante Schließung des Erlebnisbads zwecks Energieeinsparung war bei Sportlern und Badefreunden zuletzt auf heftige Kritik gestoßen.

Wie sich jetzt herausgestellt hat, hätten die von der Teilschließung betroffenen Beschäftigten der Göttinger Sport und Freizeit (GoeSF) GmbH keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld gehabt, wenn die Schließung durch den Sportausschuss und abschließend durch den Rat beschlossen worden wäre, heißt es aus dem Neuen Rathaus und von der GoeSF.

Göttingen: Badeparadies „Eiswiese“ bleibt offen – Schließung zwecks Energieeinsparung vom Tisch

Das Badeparadies Eiswiese: Die geplante Teil-Schließung des Erlebnisbereichs ist nun vom Tisch. Der Betrieb wird weiterlaufen. Geschlossen bleibt allerdings der Sauna-Außenbereich. Außerdem wurden die Luft- und Wassertemperaturen gesenkt.
Das Badeparadies Eiswiese: Die geplante Teil-Schließung des Erlebnisbereichs ist nun vom Tisch. Der Betrieb wird weiterlaufen. Geschlossen bleibt allerdings der Sauna-Außenbereich. Außerdem wurden die Luft- und Wassertemperaturen gesenkt. © Bernd Schlegel

„Wir wollen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht im Regen stehen lassen“, betont GoeSF-Geschäftsführer Andreas Gruber. „Deshalb ziehen wir die Vorlage kurzfristig von den Tagesordnungen beider Gremien zurück. Die erweiterte Teilschließung ist damit vom Tisch.“

Zuletzt hatte die Idee, Teile des Badeparadieses Eiswiese zu schließen, in der Öffentlichkeit für Diskussionen gesorgt. Insbesondere stand dabei bei vielen Göttingern die Sorge im Vordergrund, Kinder könnten dadurch nicht in ausreichendem Maße Schwimmen lernen beziehungsweise sich darin üben.

„Schwimmkurse für Kinder sowie der Schul- und Vereinssport wären auch bei der Teilschließung möglich gewesen, dafür sollten das Gruppen- und Bewegungsbad geöffnet bleiben“, macht Gruber deutlich. Der Verzicht auf die weitere Schließung komme den geäußerten Sorgen dennoch entgegen, da damit auch der Kleinkinderbereich nutzbar bleibt.

Niedrigere Temperaturen: Göttinger Sport- und Freizeit GmbH spart 1,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr

Die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GoeSF) hatte als Unternehmen mit hohem Energieverbrauch bereits im Vorfeld bereits Sparmaßnahmen realisiert. So wurden im Badeparadies die Luft- und Raumtemperatur abgesenkt sowie die Außensaunen und das Außenbecken geschlossen. Damit werden bereits rund 1,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr eingespart.

Beliebt: Zahlreiche Gruppen nutzen das Bewegungsbad des Göttinger Badelandes Eiswiese. Archi
Beliebt: Zahlreiche Gruppen nutzen das Bewegungsbad des Göttinger Badelandes Eiswiese. Archi © Sasse

Unterdessen wird das Energiespar-Portal der Uni-Stadt unter dem Motto „Göttingen spart Watt“ fortgeführt. Dort ist aufgeführt, wie und an welchen Stellen und Stadt und ihre Tochterunternehmen mit Blick auf die Gas- und Stromkrise Energie einsparen.

Außerdem gibt es dort Tipps und Hinweise sowie nützliche Links, wie die Haushalte selbst Energie einsparen können. Sparfüchse können über diese Plattform ihre eigenen Einspar-Tricks mit anderen Interessierten teilen. Weitere Informationen finden Sie hier. (bsc)

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