Kontrolle mit Folgen

Göttingen: 111 Bäume müssen in der Uni-Stadt gefällt werden

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Zwei Silberahorne an der Hildebrandstraße in Göttingen: Sie sterben ab und sollen nun gefällt werden. Das hat eine aktuelle Untersuchung ergeben.

Eine Kontrolle mit Folgen: Sie haben Trockenschäden, sind abgestorben, von Pilzen befallen oder drohen umzustürzen: 111 Bäume in Göttingen müssen gefällt werden.

Das ist das vorläufige Ergebnis der aktuellen Kontrollaktion. Insgesamt zählt das Kataster in Göttingen etwa 47 000 Bäume auf öffentlichen Flächen.

Um die gefällten Bäume zu ersetzen, werden neue Exemplare möglichst nah am bisherigen Standort nachgepflanzt. Bei der Überprüfung der Bäume ab einem Stammdurchmesser von etwa 30 Zentimetern arbeitet der Fachbereich Stadtgrün und Umwelt mit dem Arbeitskreis Baumschutz der Kreisgruppe Göttingen des Bundes für Umwelt und Naturschutz eng zusammen. 

Dabei werden die Schäden diskutiert und die betroffenen Bäume begutachtet. Das Ergebnis wurde während einer Ausschusssitzung öffentlich vorgestellt.

"Baumfälliste" im Internet

Als besonderen Service hat die Stadt alle Standorte der „Baumfällliste“ auch für mobile Endgeräte in eine Online-Karte integriert. Sie kann unter zu.hna.de/baumgoe19 im Internet abgerufen werden Dort gibt es ein Foto des jeweiligen Baumes sowie alle wichtigen Angaben zu Baumart, Stammdurchmesser und Standort. Außerdem erfährt der Nutzer den Grund für die Fällung.

Die Stadt überprüft regelmäßig alle im Baumkataster erfassten Bäumen auf den städtischen Grün- und Freianlagen, an Gewässern sowie entlang der Straßen. 

Die Abstände der Kontrollen richten sich dabei unter anderem nach dem Alter und Zustand des Baumes. So kann es erforderlich sein, Bäume mit entsprechenden Vorschäden halbjährlich zu kontrollieren, andere hingegen lediglich alle drei Jahre.

Bei der Kontrolle sind speziell geschulte Mitarbeiter von März bis September unterwegs. Dabei wird der Baum vor Ort besichtigt und unter Umständen durch eine Klopfprobe auf Defekte im Wurzel-, Stamm-, oder Kronenbereich überprüft.

Langer Weg bis zur Entscheidung

Sollte diese Kontrolle keine eindeutige Beurteilung zulassen, werden die Bäume von anderen Fachleuten unter die Lupe genommen. Die Untersuchungsmethoden werden von einem Fachagrarwirt für Baumpflege festgelegt. 

Möglich sind Baumschnitte, der Einbau von Kronensicherungssystemen oder auch Fällungen. Unter Umständen wird auch noch ein amtlicher Sachverständiger eingeschaltet.

Nach Abschluss dieses Verfahrens werden die beabsichtigten Fällungen dem Arbeitskreis Baumschutz der Kreisgruppe Göttingen des Bundes für Umwelt und Naturschutz vorgestellt. Dort wird ein weiteres Mal die Notwendigkeit einer Baumfällung im Einzelfall diskutiert. 

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