Viele Staus in der Uni-Stadt

Frust für Autofahrer: Baustellen in Göttingen sorgen für starke Behinderungen

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Die Kreuzung Groner Tor in Göttingen: Dort kommt es durch umfangreiche Bauarbeiten insbesondere im Berufsverkehr immer wieder zu langen Rückstaus. Problematisch ist auch die neue Rechtsabbiegersituation von der Berliner Straße (rechts) in Richtung Kasseler Landstraße (oben).

Drei große Baustellen sorgen täglich für zum Teil riesige Verkehrsbehinderungen in Göttingen.

Die Stadt bittet die Autofahrer um Verständnis. Die brauchen Geduld, denn die Bauarbeiten werden zum Teil noch Wochen, gar Monate bis September 2019 andauern.

Insbesondere im Berufsverkehr morgens und abends kommt es durch die Bauarbeiten zu Staus auf den Pendler-Routen – vor allem in der Innenstadt. Teilweise muss mehr als die doppelte Zeit für eine Strecke eingeplant werden.

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Hier das Baustellen-Trio, das für Frust bei den Autofahrern sorgt:

• Kreuzung Groner Tor/Groner Landstraße: Die Kreuzung und ein Teil der Groner Landstraße werden bereits seit Mitte des Jahres umgebaut. Bauende: im März 2019. Grund ist unter anderem der Weiterbau des E-Radschnellweges bis nach Rosdorf. Deshalb gibt es starke Behinderungen und lange Rückstaus, weil von der Berliner Straße in Richtung Bürgerstraße nur eine Fahrspur zur Verfügung steht. Problematisch ist auch die Rechtsabbiegerspur von der Berliner Straße zur Groner Landstraße – ein neues Ampelprogramm soll die Situation verbessern.

Empfohlene Ausweichroute: über die Godehardstraße.

• Robert-Koch-Straße: Bauende: September 2019 (Unterbrechung von Mitte Dezember bis März). Stadteinwärts kann die Straße als Einbahnstraße genutzt werden. In die andere Richtung kann als Umleitung die Weender Landstraße genutzt werden. Das Straßenbauprojekt, das im Oktober begann, sollte ursprünglich in diesem Jahr noch nicht angepackt werden. Überraschend kam dann doch Unterstützung aus dem Gemeindeverkehrs-Finanzierungs-Programm des Bundes. Allein für den Straßenbau werden 1,3 Millionen Euro ausgegeben;

 Reinhäuser Landstraße (B 27): Noch bis Ende November lässt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Fahrbahndecke der Bundesstraße 27 zwischen Friedland und der Göttinger Stadtgrenze. Derzeit läuft der finale Bauabschnitt im Bereich kurz vor Göttingen. Die Verkehrsteilnehmer können über Klein Lengden beziehungsweise Rosdorf ausweichen.

Nach städtischen Angaben hat folgendes Projekt ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Straßenverkehr:

• Sandweg: einspurige Verkehrsführung (Ampelregelung) vom 4. Dezember bis Jahresende wegen der Verlegung einer Hochspannungsleitung. Die Stadt will mit Hinweistafeln auf die halbseitige Sperrung aufmerksam machen. Autofahrer können über die Jheringstraße und die Reinhäuser Landstraße ausweichen.

Erläuterte die Notwendigkeit der Baumaßnahmen unter anderem am Beispiel Groner Tor: Göttingens Stadtbaurat Thomas Dienberg warb um Verständnis für die Projekte.

Laut Stadtbaurat Thomas Dienberg sind die Baumaßnahmen dringend notwendig, denn das Straßennetz müsse saniert werden. Aus Sicht des Stadtbaurats wurde in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig Geld in die Hand genommen.

Nun bestehe die gute Situation, dass sich die Finanzlage der Stadt verbessert habe. Außerdem stellen laut Dienberg Land und Bund mehr Geld für den Straßenbau in der Uni-Stadt bereit.

Weitere Baumaßnahmen im kommenden Jahr

Im kommenden Jahr gehen die umfangreichen Baumaßnahmen in Göttingen weiter. Das kündigte die Stadtverwaltung bereits in dieser Woche an. Die Zeitpunkte für die Projekte stehen allerdings noch nicht fest.

• Weender Landstraße: zeitweise Sperrung von zwei Fahrspuren wegen des Ausbaus der Fernwärme-Versorgung durch die Stadtwerke;

• Kasseler Landstraße/Jheringstraße: Vom Stadtfriedhof bis zum Rosdorfer Kreisel wird ein 110 000-Volt-Kabel verlegt. Deshalb muss eine Fahrspur gesperrt werden.

• Autobahnzubringer Nord (B 27): Erneuerung der Fahrbahn;

• Nikolaistraße: Erneuerung der Straße in den Jahren 2019 und 2020.

Hier wird in Göttingen derzeit gebaut:

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