Land bewilligt zehn Millionen Euro

Grünes Licht für neue Super-Computer: Einer davon kommt nach Göttingen

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Superrechner „Gottfried“: Erst vor drei Jahren stellte Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (rechts) den aktuellen Spitzenrechner in Hannover vor. Das Nachfolgemodell wird in Göttingen stehen.  

Göttingen. Göttingen und Berlin erhalten zwei neue Super-Computer: Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags stellt zehn Millionen Euro für Geräte zur Verfügung.

Das teilte die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) mit. „Ein weiterer Leuchtturm für den Wissenschaftsstandort Göttingen“, sagt Andretta über den geplanten Kauf der Rechner für den Norddeutschen Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechner (HLRN).

Göttingen hatte von der Landesregierung den Zuschlag als Standort für den neuen Spitzenrechner bekommen. Er soll den bisherigen Computer, der am Standort Hannover zu finden, ersetzen. Zweiter Standort des Verbundes ist wie bisher das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin. Ähnlich wie sein Vorgänger sollen die neuen Superrechner jeweils etwa 15 Millionen Euro kosten. Die Investitionskosten in Höhe von insgesamt 30 Millionen Euro für die beiden Standorte tragen die sieben im Norddeutschen Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnern (HLRN) zusammengeschlossenen Länder Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem Bund.

Die Spitzenrechner werden in der Wissenschaft eingesetzt, um komplexe Modellrechnungen vornehmen zu können. Vor allem Umwelt-, Klima- und Meeresforscher benötigen gigantische Rechenkapazitäten für ihre Simulationen, beispielsweise zur Vorhersage von Wirbelstürmen oder zur Optimierung von Windenergieanlagen.

Die Göttinger Abgeordnete Andretta berichtet, dass bei der Entscheidung über den Standort die Uni-Stadt mit einem Energiekonzept überzeugte. Es sieht vor, Energie künftig nicht nur effizienter einzusetzen, sondern auch Erdwärme zur Energieerzeugung zu nutzen. Hochleistungsrechner sind enorme Stromfresser. Daher ist die Höhe der Energiekosten für eine wirtschaftliche Nutzung entscheidend. 

www.hlrn.de

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