Italienisches Unternehmen zieht ein

Calzedonia: Schicke Socken im Schröderschen Haus an der Weender Straße

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Schmuckes Haus mit neuem Shop: Das Label Calzedonia ist im Schröderschen Haus, Weender Straße 62, nach der Grundsanierung eingezogen.

Göttingen. Eines der auffälligsten Fachwerkhäuser in der Weender Straße 62 ist wieder teilbelebt: Im Schröderschen Haus ist das italienische Unternehmen Calzedonia eingezogen.

Der ein schickes Ambiente bietende Shop bietet Strümpfe, Strumpfhosen, Leggings für Damen, Socken für Herren sowie Strümpfe/Strumpfhosen und Socken für Kinder und Babys an – und dazu noch Bademode. Calzedonia wirbt vor allem mit dem starken Preis-Leistungsverhältnis, also Qualität und Design zu günstigen Preisen – und mit Top-Models in den Werbekampagnen. 2015 strahlt Julia Roberts in den Spots für Calzedonia.

Grundidee war: Kleine Shops mit einer kleinen Produktpalette, wie Gründer Sandro Veronesi erklärt, der Calzedonia 1986 startete. Der Stammsitz ist heute in Dossobuono di Villafranca bei Verona. Das Unternehmen hat mehr als 2700 Läden in etwa 30 – meist europäischen – Ländern. Die Gruppe beschäftigt aktuell etwa 26.000 Mitarbeiter, davon 3300 in Italien.

2009 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,006 Milliarden Euro gebracht. Vertrieben werden drei Marken: Mit 45 Prozent des Gesamtumsatzes von 2008 bildet die Marke „Intimissimi“ den wichtigsten Anteil, während die Stammmarke „Calzedonia“ 37 Prozent und die 2003 eingeführte Marke „Tezenis“ rund 18 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen. Zuletzt kam das Cashmere-Label „Falconeri“ dazu.

Interessant: Planung, Produktion und Vertrieb aller Produkte werden direkt und von Franchise-Nehmern betreut. Der Verkauf findet ausschließlich in Ein-Marken-Geschäften, also den Calzedonia-Shops, statt. Einen Calzedonia-Laden gibt es auch im City-Point in Kassel.

Im Schröderschen Haus ist derzeit noch ein weiteres Ladenlokal frei, das durch eine Aufteilung der Fläche im Erdgeschoss entstanden ist. Seinen Namen trägt das Gebäude nach seinem Eigentümer Schlossermeister August Schröder, der es in den 1880er-Jahren kaufte und das unter Putz versteckte, reich verzierte Fachwerk freilegen ließ. Als Baujahr für das Haus im Renaissance-Stil gilt 1549. Bauherr war Jürgen Hovet.

Für die 2015 beendete aufwändige Grund-Sanierung inklusive neuer Eichenholzbalken und Holznägel zeichnete das Northeimer Architekten-Büro Albrecht + Weisser verantwortlich.

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