Bis zu 3000 täglich

Göttingen Campus macht deutlich mehr Corona-Tests möglich

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Corona-Tests in der Mikrobiologie der Uni-Medizin: Biologielaborantin Yvonne Laukat programmiert einen Automaten.

Um mehr Coronavirus-Tests möglich zu machen, schließen sich die Partner des „Göttingen-Campus“ zusammen. 

  • Der Coronavirus breitet sich in der Region Göttingen weiter aus.
  • Nun können weitere Corona-Tests gemacht werden
  • Die Partner des „Göttingen-Campus“ haben sich zusammengeschlossen

Göttingen - In der aktuellen Krise schließen sich die Partner des „Göttingen Campus“ zu einem „Diagnostischen Netzwerk“ für täglich tausende Corona-Tests zusammen. Das Institut für Mikrobiologie der Universitätsmedizin (UMG) koordiniert das Projekt. Hintergrund: Die Covid-19-Pandemie lässt auch in Südniedersachsen die Zahl der Infizierten täglich steigen. Dadurch erhöht sich auch der Bedarf an Corona-Tests.

Corona in Göttingen: Tägliche Test-Kapazitäten ausweiten 

Um die täglichen Kapazitäten deutlich auszuweiten, wurde unter Federführung des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der UMG von Prof. Dr. Uwe Groß und Prof. Dr. Michael Weig in den vergangenen Wochen das diagnostische Netzwerk „CoV2-DiaNetGÖ“ am Göttingen Campus aufgebaut. Die Partner stellen dafür Geräte und Personal zur Verfügung. In das Projekt sind viele freiwillige Helfer eingebunden – unter anderem auch Medizinstudierende, die sich freiwillig zur Unterstützung gemeldet haben.

Zudem wurden weitere diagnostische Kapazitäten geschaffen: So wird das UMG-Labor einbezogen. Zudem werden Labore in der Abteilung Mikrobiologie und Tierhygiene und im Tierärztlichen Institut sowie am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin und dem Deutschen Primatenzentrum (DPZ) aufgebaut. Auch das „Göttingen Center for Molecular Biosciences“ bringt sich in das Netzwerk ein.

Corona in Göttingen: Tägliche Test-Kapazitäten ausweiten 

„Ohne die unkomplizierte Unterstützung des Präsidiums der Universität und des Vorstands der UMG wäre die Realisierung dieses innovativen Diagnostikkonzepts nicht möglich geworden“, sagt Prof. Uwe Groß, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der UMG. Dadurch konnte schnell die notwendige zentrale Labor-Computertechnik eingerichtet werden. Die UMG-Facilities stellen den für das Netzwerk notwendigen Fahrdienst bereit. So sind täglich mehr als 1500 Tests auf das Corona-Virus möglich, so Groß. 

„Zwar besteht zurzeit noch ein Lieferengpass von Testkits, der aber zeitnah behoben werden wird. Dann können wir die Kapazität des diagnostischen Netzwerks am Campus Göttingen auf über 3000 Tests pro Tag steigern.“ Eine campusweite Initiative arbeitet zudem an einem industrieunabhängigen Testverfahren, um von den Zulieferungen unabhängig zu werden.

Blick in die Mikrobiologie: Agnieszka Goretzki, Medizinisch Technische Assistentin, bereitet Proben für den Nachweis vor.

UMG-Vorstandssprecher Prof. Dr. Wolfgang Brück macht deutlich: „Das neue Diagnostische Netzwerk ist in dieser kritischen Lage ein entscheidender Gewinn für die Menschen in dieser Region.“ Das Projekt zeige, wie gut die Partner am Göttingen Campus vernetzt sind. Brück: „Alle haben ihre Expertisen sehr rasch zusammengeführt und die organisatorischen Herausforderungen gemeinsam gelöst. Dafür sind wir dankbar.“

Corona in Göttingen: Zusammenarbeit zahlt sich jetzt aus

Uni-Präsident Prof. Dr. Reinhard Jahn ergänzt: „Die jahrelange enge Zusammenarbeit der verschiedenen Forschungsgruppen und Einrichtungen am Göttingen Campus zahlt sich in dieser Situation aus.“ Und weiter: „Wir haben in Göttingen ausreichend Erfahrung und Expertise, um schnell, unbürokratisch und zielgerichtet die nötigen Abläufe in Gang zu bringen und die UMG zu unterstützen. Davon profitiert letztendlich die gesamte Gesellschaft.“

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