Deutsches Theater Göttingen

DT-Satellit am Stadtwall gelandet - Container wurden zu Räumen für die  Theaterpädagogik

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Ein symbolischer Akt durfte nicht fehlen: So durchschnitt eine junge Schauspielerin die Kordel und eröffnete die Bühne im DT-Satellit für die Theaterpädagogik.

Das Deutsche Theater hat einen Satellite, der kreist nicht in der Erdumlaufbahn, sondern ist in Form von eigentlich aussortierten Bürocontainern gelandet: Direkt am Wall steht DT-Satellit - der neue Raum für die Theaterpädagogik.

Göttingen – (Wir berichteten). Mit einer Eröffnungsfeier der theatertypischen Art wurden die fein aufgehübschten Container eingeweiht.

So traten vor allen die Kinder und Jugendlichen der DT-Spielclubs auf der integrierten Bühn in Erscheinung und zeigten, was sie drauf haben, wie kurze Spielszenen, und sie sangen „den“ Song passend zum DT-Satelliten – „Satellite“ von Lena. Im Gegensatz zu ihr zauberten sie den Eurovision-Sieger-Song a-cappella hin.

Die Leiterin der Theaterpädagogik Gabi Michel-Frey hatte weitere Überraschungen für die geladenen Gäste bereit, darunter OB Rolf-Georg Köhler, Kulturdezernentin Petra Broistedt und – bei ihrem ersten offiziellen Termin – die neue Stadtbaurätin Claudia Baumgartner. So durften alle im schnell schön warmen Container-Satelliten mitmachen – Schilder hochhalten. Und sie machten mit, zeigten somit an, ob sie bestimmte Dinge im Zusammenhang mit dem Thema Theater erlebt oder getan hatten. Das lockerte schon mal durch.

Denn natürlich gab es auch Reden, wie die des DT-Intendanten Erich Sidler. Für ihn ist der Satellit ein „Meilenstein“ und ein Raum, den es vorher im DT nie gegeben hat, denn da sei die Theaterpädagogik überall im Haus gewesen, „wo gerade niemand war, war Platz für die Theaterpädagogik, wir mussten ständig umdisponieren.“

Akteure der Spielclubs des Deutschen Theaters Göttingen traten im neuen DT-Satellit auf und sangen natürlich den Eurovision-Siegersong von Lena „Satellite“, und diesen sogar zwei Mal bei der Eröffnung der Räume für die Theaterpädagogik. 

Jetzt ist der Satellit ein Fixstern, ein fester Punkt am DT-Himmel, in dem Besuche vor- und nachbereitet werden können, in Ruhe und in der Gruppe – mit den Theaterpädagoginnen, Lehrer und Lehrerinnen sowie Ensemble-Mitgliedern, von denen sich einige für die Theaterpädagogik engagieren. Für Sidler können so auch die vorhandenen zwischenmenschliche Beziehungen und die Vertrauensverhältnisse zwischen Schulen und Schülern und dem DT verstärkt werden. „Das ist die Basis für die theaterpädagogische Arbeit, die die Abteilung um Gabi Michel-Frey geschaffen hat.“

Sidler betonte, dass man vor sechs Jahren angetreten sei, das DT zu öffnen, es transparent zu machen. „Das Haus sollte ein Haus der Begegnung werden. Auch Theater und Schule ist eine Begegnung.“ Und so sei die Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern zu einem „Mittelpunkt unseres Schaffens geworden“. Sie sei gar „zukunftsweisend“, weil der Aspekt der Offenheit, der Begegnung an Bedeutung zunehmen werde.

Der Satellit jedenfalls solle für alle Menschen aus Stadt und Landkreis offen sein, die Interesse am Theaterspielen und der DT-Arbeit haben. So ist der Satellit auch ein fester Raum für die Spielclubs. Und ein Gebäude und die Theaterpädagogik von außen wahrgenommen werden kann.

Ohne den Logistiker Zufall aber gäbe es den Satelliten, über den sich auch OB Köhler sehr freut, aber nicht. Sidler wollte die Container haben, sie vor dem Verschrotten retten. Er bekam sie, weil Geschäftsführer Müller-Cronberg gerne mitspielte und nun glücklich ist über das schmucke Ergebnis.

Die Feier war mit seinen Worten aber nicht zu Ende, ging auf der Bühne weiter: zunächst mit dem Durchschneiden der Kordel, dann mit der Open-Stage und feinen Kurzauftritten.

Rolf-Georg Köhler jedenfalls hofft nun, dass der „temporäre Bau“ nicht ein Satellit bleiben wird, sondern besagter dauerhafter Fixstern.

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