Partnerschaft mit Qixia

Göttingen erhält in de Corona-Krise Schutzausrüstung aus China

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Freuen sich über eine „Geste der Freundschaft“: (von links) Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Nina Winter und Ekaterina Ershova.

Anderthalb Paletten mit Schutzmasken, Schutzanzügen und elektronischen Fieberthermometern hat die Stadt Göttingen aus dem chinesischen Qixia erhalten.

Göttingen pflegt eine Partnerschaft mit dem Stadtbezirk der alten Kaiserstadt Nanjing.

Von einer „Geste der Freundschaft“ sprach Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) beim Empfang der Sendung auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr an der Breslauer Straße 2.

Die Chinesen denken auch in Zeiten, wo sie selbst mit dem Coronavirus kämpften, an ihre deutsche Partnerstadt, erklärte Köhler. Göttingen könne die 17400 Einweg-Mund-Nase-Schutzmasken und die 280 FFP-2-Masken sowie die 320 Schutzanzüge und die 330 Fieberthermoneter für die Früherkennung einer Infektion gut gebrauchen.

„Die Ausrüstungsgegenstände gehen an soziale Einrichtungen, an die Hebammen, einzelne Praxen sowie die Feuerwehr“, erklärte der Oberbürgermeister. Der Bedarf sei groß. Allein im Rathaus seien 2000 Mitarbeiter zu versorgen. Der städtische Krisenstab sei derzeit ständig mit der Beschaffung von Schutzausrüstung befasst. Er erhalte dabei Unterstützung durch den Göttinger Laborausstatter Sartorius, der seine weltweiten Geschäftskontakte nutze.

„Angeboten hat uns Qixa die Ausrüstungsgegenstände vor gut vier Wochen“, führte Köhler aus. „Die Abwicklung der Lieferung hat einigen bürokratischen Aufwand mit sich gebracht“, ergänzte Nina Winter, die städtische Referentin für Repräsentation und internationale Beziehungen. „Die Lieferung per Flugzeug nach Dresden ist dann innerhalb einer Woche erfolgt“, berichtete Ekaterina Ershova, die städtische Referentin für Wissenschaft und Wirtschaft.

Laut Oberbürgermeister Köhler ist Göttingen nach Oldenburg und Hameln die dritte Stadt in Niedersachsen, die während der Corona-Krise kommunale Hilfe aus China erhalten hat. Göttingen vereinbarte im Mai 2019 mit Qixia eine Vertiefung der bereits bestehenden Partnerschaft. Im Oktober desselben Jahres reiste Köhler mit einer Delegation nach China.

VON MICHAEL CASPAR

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