Sohn war selbst Patient

Familie aus Göttingen spendet Smart-TVs für junge Krebspatienten

Freude über die Smart-TVs: Dean mit seinem Arzt Christian Baldini, Sporttherapeutin Kyra Druivenga, Stationsleitung Station 4031 Simone Mascher und Silke Müller in der Universitätsmedizin Göttingen.
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Freude über die Smart-TVs: Dean mit seinem Arzt Christian Baldini, Sporttherapeutin Kyra Druivenga, Stationsleitung Station 4031 Simone Mascher und Silke Müller in der Universitätsmedizin Göttingen.

Eine Familie aus Göttingen spendet mehrere Smart-TVs an die Kinderkrebsstation der Universitätsmedizin. Ihr Sohn war dort selbst Patient.

Göttingen – Neun Smart-TVs, einen für jedes Zimmer, hat die Kinderkrebsstation des Krebszentrums der Universitätsmedizin Göttingen von der Familie des siebenjährigen Dean gespendet bekommen.

Dean war dort selbst zwei Jahre Patient. Der Siebenjährige kennt die Kinderkrebsstation der Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gut. Zwei Jahre wurde er hier mit einer Chemotherapie wegen eines Non-Hodgkin-Lymphoms behandelt.

Göttingen: Familie spendet mehrere Smart-TVs an Kinderkrebsstation

Deshalb weiß er auch, dass die Zeit auf Station ganz schön lang werden kann. Um für ein wenig Ablenkung zu sorgen, haben seine Eltern, Domenica und Marcel Kos, zusammen mit Dean neun Smart-TVs für die Station gespendet. Einen Fernseher für jedes Zimmer. Die alten Fernsehgeräte waren nicht internetfähig und hatten keinen Zugriff auf Apps, Mediatheken und Spiele, die ein Smart-TV bietet. Jetzt können alle Stationszimmer mit den neuen Geräten ausgestattet werden.

Im Jahr 2019 wurde bei Dean eine Schwellung der Lymphknoten festgestellt, die sich auch mit Antibiotika nicht behandeln ließ. Nach einer Biopsie stand die Diagnose fest: Non Hodgkin-Lymphom. Fast alle Non-Hodgkin-Lymphome im Kindes- und Jugendalter sind hochgradig bösartig.

Das heißt, sie breiten sich schnell im ganzen Körper aus und verursachen schwere Erkrankungen. Deshalb ist schnelles Handeln gefragt. Es folgte eine Chemotherapie in der Universitätsmedizin Göttingen, die gut angeschlagen hat.

Siebenjähriger war selbst Patient auf der Krebsstation in Göttingen

„Dean war während der Chemotherapie lange Zeit bettlägerig und durfte das Zimmer nicht verlassen. Da mussten wir schon mal kreativ werden, was die Beschäftigungsmöglichkeiten angeht“, sagt Marcel Kos, Vater von Dean. „Wir haben auf dem Tablet Fußball gespielt oder Videos geschaut. Das war aber nicht für alle Kinder möglich. Da wir wissen, wie schwer es sein kann, während der Behandlung lange Zeit räumlich eingeschränkt zu sein, wollten wir den anderen Kindern eine Freude machen.“

„Dean hat gut ins Leben zurückgefunden. Er ist vom Krebs geheilt und besucht uns jetzt in den nächsten Jahren regelmäßig zur Nachsorge, wo wir ein Blutbild und Ultraschall machen, um alles im gut im Blick zu haben“, sagt Christian Baldini, Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in der Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der UMG „Die Prognose für die Zukunft ist positiv, was mich als sein Arzt sehr freut.“ (Paul Bröker)

Auf der Kinderkrebsstation der Universitätsmedizin Göttingen nahmen junge Patienten an einem Sportprojekt teil.

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