Kult-Komödie wird im August wiederaufgeführt

Göttingen feiert einen besonderen Jahrestag: 60 Jahre Heinz Erhardt und die Autofahrer

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Kontrolle am Weender Tor: „Natürlich die Autofahrer“ mit Heinz Erhardt als Polizist Dobermann und Erik Schumann am Steuer des Straßenkreuzers, der ein Kasseler Kennzeichen hat, wurde in Göttingen gedreht und 1959 uraufgeführt.

Heinz Erhardt drehte 39 Kinofilme, acht davon in Göttingen und Umgebung. Der Kultkomiker, der am 5. Juni 1979 – also vor 40 Jahren starb – ist in Göttingen immer noch präsent, nicht nur als Standfigur an der Kreuzung Weender Tor.

Dort stand er vor sechs Jahrzehnten bei den Dreharbeiten zu „Natürlich die Autofahrer“. Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Uraufführung wird es am 20. August ein Event geben.

„Natürlich die Autofahrer“ ist der berühmteste Erhardt-Film aus Göttingen und das Symbol für Göttingens Filmgeschichte. Anlass genug für Sven Schreivogel, den Mann, der Göttingens Filmhistorie pflegt und die Rolle als Filmstadt aufwerten will, am 20. August „hier einmal wieder so richtig Filmstadt-Fieber zu erzeugen“.

Plakat „Natürlich die Autofahrer“ mit Heinz Erhardt.

Der Initiator der Aktion plant neben der Aufführung des Films im Kino auch zwei Talkrunden und Livemusik. Auf Schautafeln werden Bilder, Plakate und Werbung zur Erhardt’schen Kultkomödie zu sehen sein. Das Material stammt aus dem Stadtarchiv und Städtischen Museum Göttingen, dem Karl-May-Archiv Göttingen sowie dem Privatarchiv des Sammlers Stefan Helfrich aus Frankfurt/Main (Heinzerhardtfreun.de), wie Schreivogel sagt, dem eines noch wichtig ist: Er möchte zu diesem Jubiläum auch einen Blick in die Zukunft des Filmdrehortes Göttingen werfen.

„Der NDR-Tatort Göttingen und Berichte über die einstige Filmmetropole an der Leine haben für viel Aufmerksamkeit gesorgt“, freut sich Schreivogel, der diese überregionale Beachtung nun nutzen will – möglicherweise auch für eine Dauerausstellung zum Thema Filmstadt Göttingen. Einen Traum hegt Schreivogel auch: „Ein Filmmuseum in der Uni-Stadt.“ Auch diesbezüglich ist Schreivogel schon unterwegs, sammelt Material und sucht Mitstreiter sowie Unterstützer.

Sven Schreivogel plant ein Heinz-Ehrhardt-Event am 20. August in Göttingen.

Nach dem Film „Natürlich die Autofahrer“ drehte Heinz Erhardt übrigens noch zwei Filme – ebenfalls große Kinoerfolge – in Göttingen: „Drillinge an Bord“ von 1959, wo Erhardt per Filmtrick Drillinge darstellt und „Der letzte Fußgänger“, den Regisseur Wilhelm Thiele als zweiten Erhardt-Farbfilm drehte.

Für Sven Schreivogel ist Heinz Erhardt, trotz vieler Stars, die von 1948 bis 1961 in Göttingen drehten, „das“ Gesicht der Filmstadt an der Leine. Die heiteren Familienkomödien kamen an beim Publikum. Die Geschichte um Verkehrspolizist Dobermann, der zum Verkehrsrowdy wird und völlig aus der Spur läuft, mag Sven Schreivogel besonders. Vielleicht auch, weil am Ende alles wieder gut wird. So war das damals in den Komödien der 50er-Jahre aus der Filmstadt Göttingen.

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