Reisen mit Lichtgeschwindigkeit

Wird der „Warp-Antrieb“ aus Star Trek bald Realität? Uni Göttingen gelingt sensationeller Durchbruch

Lichtstreifen
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Das Entdecken neuer Galaxien: Reisen mit Lichtgeschwindigkeit würde es möglich machen. Forscher aus Göttingen sind dem nun auf der Spur. (Symbolbild)

Rückt das scheinbar Unerreichbare in greifbare Nähe? Forscher der Uni Göttingen machen die Beschleunigung auf Lichtgeschwindigkeit theoretisch möglich.

  • An der Uni Göttingen gelingt ein Durchbruch: Das Reisen mit Lichtgeschwindigkeit könnte in Zukunft möglich sein.
  • Reisen außerhalb unseres Sonnensystems könnten dadurch möglich werden.
  • Bis es erste Prototypen gibt, wird jedoch einige Zeit vergehen.

Göttingen - Bisher kennen wir sie nur aus Science-Fiction Filmen wie Star Trek oder Star Wars: Reisen mit Licht-Geschwindigkeit. Forscher der Uni Göttingen haben jetzt einen Durchbruch erreicht. Die meisten Planeten und Sterne in und vor allem außerhalb unseres Sonnensystems sind so weit entfernt, das wir sie allein aufgrund der Reisezeit nicht erreichen können.

Der unserer Sonne nächstgelegene bekannte Stern im Universum ist der Stern Proxima Centauri.* Um diesen mit aktueller Technik erreichen zu können, bräuchte man über 50.000 Jahre. Könnte man Lichtgeschwindigkeit erreichen, wären es lediglich etwas mehr als vier Jahre.

Uni Göttingen: Wissenschaftler bringt Relativitätstheorie in den Rahmen des Möglichen

Bereits Albert Einstein setzte sich in seiner berühmten Relativitätstheorie mit der Beschleunigung auf Lichtgeschwindigkeit auseinander. Laut dem deutschen Ausnahmewissenschaftler wären hierfür allerdings hypothetische Teilchen und negative Materie notwendig. Doch der Mensch hat bisher keinen Weg gefunden diese herzustellen oder abzubauen.

Der Ansatz des US-amerikanischen Wissenschaftlers Dr. Erik Lentz von der Universität Göttingen, kommt allerdings ganz ohne negative Materie oder hypothetische Teilchen aus. Seine neueste Studie beschreibt, wie man mit bereits vorhandenen und umsetzbaren physikalischen Eigenschaften eine Beschleunigung auf Lichtgeschwindigkeit umsetzen könnte.

Durchbruch an der Uni Göttingen: Mit positiver Energie zur Lichtgeschwindigkeit

Der Ansatz des Forschers der Uni Göttingen beruht auf der Verwendung von sogenannten „Solitonen“, umgangssprachlich als „Warp-Blasen“ bezeichnet. Die neue Methode macht sich die Struktur von Raum und Zeit zunutze. Der Unterschied zur bestehenden Forschung liegt darin, dass sie nur bereits bekannte positive Energiedichten benötigt, wie die Uni Göttingen mitteilt.

Die sogenannten Solitonen zeichnen sich zudem durch lediglich geringfügige Gezeitenkräfte aus. Sprich, es tritt kein Zwillingsparadoxon auf. Dieses hätte den Effekt, dass ein Reisender der mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs ist, langsamer altern würde als sein Zwilling, der dies nicht tut.

Video: Lichtgeschwindigkeit und Warpen? Das ist Albert Einsteins Relativitätstheorie

Haken am Durchbruch der Uni Göttingen: Noch nicht direkt umsetzbar

Doch der Prototypenbau wird wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen. Bisher ist die benötigte Energiemenge noch zu groß, als dass diese Technologie umgesetzt werden könnte. Wenn das Energie-Level im Bereich eines Kernspaltungsreaktors liegt, könnte mit dem Prototypenbau begonnen werden, so der Forscher von der Uni Göttingen. Dr. Erik Lentz beschreibt die derzeit erforderliche Energie mit dem hundertfachen der Masse des Planeten Jupiters.

Der Jupiter ist mit einem Durchmesser von 143.000 Kilometern der größte Planet unseres Sonnensystems. Die Energieeinsparung müsste laut dem Wissenschaftler mindestens 30 Größenordnungen betragen. Ob eine solche Einsparung überhaupt möglich ist, wird sich erst in Zukunft zeigen. (Lucas Maier) *Sehr geehrte Leser*innen, in einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass es sich bei Proxima Centauri um einen Planeten handelt. Das war ein Fehler und wir bitten, dies zu entschuldigen.

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