"KaZett und Kabarett"

Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Göttingen feiert 60. Geburtstag

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Kabarett in Zeiten des Nationalsozialismus: (von rechts) Eckhard Radau und Bernd Düring widmen sich im Alten Rathaus in Göttingen der Satire der 1930er Jahre.

Göttingen. Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Göttingen feiert im Januar ihr 60-jähriges Bestehen.

„Wir wissen um die bleibende Verantwortung, die uns aus der historischen Schuld der von Deutschen und im deutschen Namen betriebenen Vernichtung jüdischen Lebens im nationalsozialistischen Unrechtsstaat und im besetzten Europa erwachsen ist“, sagte der Vorsitzende Heiner Willen am Wochenende.

Das Jubiläum soll am Sonntag, 6. Januar, um 19 Uhr im Alten Rathaus Göttingen mit einem Kabarettabend begangen werden. Unter der Überschrift „KaZett und Kabarett – Widerworte in brauner Zeit“ widmen sich nach Angaben der Gesellschaft die Künstler Eckhard Radau und Bernd Düring aus Paderborn dem Kabarett der 1930er Jahre.

Initiator der Gesellschaft war der Philologe Konrat (rpt Konrat) Ziegler (1884-1974), der zeitweise als Professor an der Göttinger Universität lehrte. Posthum erhielt er 2001 in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem die Auszeichnung als „Gerechter unter den Völkern“, weil er während des NS-Regimes mehrfach Juden half.

Ziegler war auch der erste Vorsitzende des Vereins, der in der zweiten Jahreshälfte 1959 eingetragen wurde. Vorstandsmitglieder waren damals den Angaben zufolge unter anderen die Buchhändlerin Dorothea Opitz-Querfurt, der Studienrat Manfried Büttner und der KZ-Überlebende Max Lilienthal. (epd/ana)

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