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Mehr als 2.000 Menschen streiken in Göttingen fürs globale Klima

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Von: Melanie Zimmermann

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Die Fridays for Future-Bewegung ruft unter dem Hashtag #PeopleNotProfit zum globalen Klimastreik auf. Mehr als 2.000 Menschen gehen in Göttingen für die Umwelt auf die Straße.

Göttingen – Mehr als 2.000 Menschen sind am Freitagmittag (23.09.2022) in der Uni-Stadt dem Aufruf von Fridays for Future (FFF) zu einem globalen Klimastreik gefolgt. Menschen jedes Alters liefen bei dem Demozug durch die Innenstadt mit. Die Rednerinnen und Redner kritisierten in ihren Beiträgen die Bundespolitik der Ampel und zeichneten eine sehr düstere Zukunft, sollte die Politik nicht endlich klimagerecht werden.

Unter dem Hashtag #PeopleNotProfit, was übersetzt soviel heißt wie „Menschen, nicht Profit“ fanden sich in der Spitze bis zu 2.200 Teilnehmende zusammen, teilte die Polizeiinspektion Göttingen am frühen Freitagnachmittag mit. Zunächst fanden sich mehrere Hundert Teilnehmende am Auditorium ein, von wo aus sich der Demonstrationszug auf den Weg machte.

#PeopleNotProfit: Fridays for Future-Bewegung zieht durch Göttinger Innenstadt

Der Demozug auf dem Weg zum Neuen Rathaus: In der Spitze nahmen in Göttingen 2200 Menschen an dem globalen Klimastreik teil.
Der Demozug auf dem Weg zum Neuen Rathaus: In der Spitze nahmen in Göttingen 2200 Menschen an dem globalen Klimastreik teil. © Melanie Zimmermann

Verschiedene Redebeiträge eröffneten offiziell den globalen Klimastreik, zu dem Fridays for Future weltweit am 23. September aufgerufen hatte. Allein bundesweit gab es an diesem Freitag über 270 Demonstrationen. Fridays for Future fordert, erneuerbare Energien „radikal auszubauen“ und eine konsequente Verkehrswende schnell umzusetzen.

„Klartext: Wir haben, laut Klimawissenschaft, zwei bis drei Jahre“, so eine der Rednerinnen in ihrem Beitrag. Es sei jetzt an der Zeit, dass die Politik dringend wichtige Entscheidungen treffe, um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise zu verhindern, betonte sie.

In einem anderen Redebeitrag kritisierte eine junge Frau: „Auch ein grüner Wirtschafts- und Energieminister und ein Verkehrsminister der FDP haben an der Situation nichts geändert.“ Die Enttäuschung über die Bundespolitik und die Angst vor einer ungewissen Zukunft wurde in allen Redebeiträgen mehr als deutlich.

Demo in Göttingen: Mehr als 2000 Menschen streiken fürs globale Klima

Unter den Teilnehmenden des Demozugs fanden sich auch viele Schulen, unter anderem das Hainberg Gymnasium und die Montessori Schule, die sich im Vorfeld mit Sternenläufen beteiligten.

Auch viele Erwachsene schlossen sich dem friedlichen Protestzug an, viele auch mitsamt dem (kleinsten) Nachwuchs. „Wir sind hier. Wir sind laut. Weil ihr uns die Zukunft klaut“ skandieren im „Familien Block“ des Demozuges einige Grundschulkinder, ausgestattet mit Plakaten, mit ihren zarten Stimmen.

Start am Auditorium: Hier versammelten sich zu Beginn bereits um die 1000 Teilnehmenden.
Start am Auditorium: Hier versammelten sich zu Beginn bereits um die 1000 Teilnehmenden. © Melanie Zimmermann

Im Rahmen der Demonstration kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen. So blockierten die Demonstrierenden die Kruezung am Gronter Tor in alle Richtungen, ehe sich der Zug über die Bürgerstraße weiter aufmachte in Richtung Neues Rathaus. Dort fand die Abschlusskundgebung vor über 2.000 Teilnehmenden statt, ehe sich die Versammlung friedlich auflöste. (Melanie Zimmermann)

Immer wieder kommt es zu Umwelt-Demos in Göttingen. Im März 2022 sind in Göttingen junge Menschen auf die Straße gegangen, um bei „Fridays for Future“ Hilfe für Flüchtlinge zu fordern.

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