Heidelberg auf Platz 2

Göttingen hat die größte Buchhandlungsdichte

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Calvör – eine traditionsreiche Buchhandlung in Göttingen: Die Uni-Stadt hat die höchste Dichte an Buchläden in Deutschland. 

Göttingen ist die Stadt mit der höchsten Buchhandelsdichte in Deutschland. Nur die Hälfte der Bücher werden allerdings im Geschäft gekauft. 

  • Die Uni-Stadt hat die höchste Buchhandlungsdichte in Deutschland.
  • Es gibt eine Buchhandlung je 6621 Einwohner.
  • Die Stadt mit den meisten Buchhandlungen absolut ist Berlin

Göttingen ist die Stadt mit der höchsten Buchhandelsdichte in Deutschland. Bei 119 177 Einwohnern gab es dort 2018 immerhin 18 Buchhandlungen, also eine für je 6621 Einwohner, wie aus einem Dossier des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hervorgeht. 

Die Zahl beinhalte auch Antiquariate, sagte eine Sprecherin des Börsenvereins am Dienstag.

Heidelberg landet auf Platz zwei

Auf Platz zwei folgt den Angaben zufolge Heidelberg mit einer Buchhandlung für je 7269 Einwohner, auf dem dritten Platz liegt Regensburg mit einer Buchhandlung für je 7823 Einwohner. Eine weitere Studenten-Stadt rangiert ebenfalls im Vorderfeld der Buchladen-Tabelle: Würzburg.

Ein Blick in die Statistik offenbart aber auch Erstaunliches: So schlägt in Hessen Darmstadt die Buchmesse-Stadt Frankfurt und im Osten Cottbus die Buchmesse-Stadt Leipzig, was die Dichte der Buchhandlungen angeht. Und: Die Industrie- und Autocity Ingolstadt kann diesbezüglich mit der Kulturstadt München konkurrieren.

Kassel liegt im Mittelfeld

In der Nachbarschaft landet Kassel im Mittelfeld der Buchladen-Bundesliga, mit 12 bis 14 Buchhandlungen je 100 000 Einwohner, Erfurt kommt auf sechs bis acht, Hildesheim auf neun bis elf, ebenso Hannover.

Die meisten Buchhandlungen absolut mit 236 Geschäften gab es 2018 in Berlin .

In ganz Deutschland bestanden dem Börsenverein zufolge 2018 mit rückläufiger Tendenz noch etwa 6000 Buchhandlungen, einschließlich Filialen und Buchverkaufsstellen, mit insgesamt 27 800 Beschäftigten. 

Sie erwirtschafteten 2018 einen Umsatz von etwa 4,3 Milliarden Euro, das entsprach47,1 Prozent des gesamten Buchhandelsumsatzes. Pro Jahr verschwinden in Deutschland aber 100 Buchläden von der Bildfläche. 

Nur die Hälfte der Bücher wird im Geschäft gekauft

Sie schließen auch, weil sich das Geschäft nicht mehr so lohnt, denn 2018 wurden nur noch die Hälfte aller Bücher in Läden gekauft – der Rest im Internet.

Rundzehn Prozent der Buchhandlungen machten über zwei Drittel des Umsatzes, hieß es weiter.

Aber: Etwa 90 Prozent der Buchhandlungen seien kleinere, unabhängige Buchläden. Rund zwei Drittel der Buchhandlungen verkaufen ihre Bücher mittlerweile auch online.

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