Vier neue Fahrzeuge und zwei Anbauten an bestehende Gerätehäuser

Göttingen investiert Millionenbetrag in Feuerwehren

Freude bei den Freiwilligen Feuerwehren: Die Stadt Göttingen investierte mehr als 1,3 Millionen Euro in vier neue Fahrzeuge und zwei Anbauten an bestehende Gerätehäuser.
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Freude bei den Freiwilligen Feuerwehren: Die Stadt Göttingen investierte mehr als 1,3 Millionen Euro in vier neue Fahrzeuge und zwei Anbauten an bestehende Gerätehäuser.

Vier neue Feuerwehrfahrzeuge und zwei Anbauten an Feuerwehrhäuser: Dafür hat die Göttinger Stadtverwaltung mehr als 1,3 Millionen Euro investiert.

Göttingen – „Es ist ein Novum für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Göttingen, gleich vier neue Fahrzeuge auf einmal übergeben zu bekommen“, sagte Holger Lehrum, ehrenamtlicher Stadtbrandmeister der Uni-Stadt, bei der Präsentation der neuen Fahrzeuge am Feuerwehrhaus in Holtensen. Feuerwehrdezernent Christian Schmetz überreichte die Fahrzeugschlüssel offiziell an die vier Ortsfeuerwehren Holtensen, Nikolausberg, Knutbühren und Elliehausen, auch wenn sie schon einige Zeit im Einsatz sind.

Die Ortsfeuerwehr Holtensen kann sich über ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF 3000) freuen. Es hat 3000 Liter Löschwasser, 200 Liter Schaummittel und 250 Kilogramm Pulver mit einem Schnellangriff an Bord, Das Pulver kommt bei Bränden zum Einsatz, bei denen Wasser als Löschmittel tabu ist. „Eine Besonderheit ist die Gruppenkabine für eine Besatzung von neun Einsatzkräften“, so Ortsbrandmeister Sven Paul. Die Kosten für dieses Fahrzeug belaufen sich 360.000 Euro.

In Holtensen musste ein Anbau errichtet werden

Weitere 550.000 Euro wurden ebenfalls in Holtensen investiert. Das Problem: Das neue Feuerwehrauto ist zu groß für die alte Fahrzeughalle. Deshalb musste ein Anbau errichtet werden, der auf einer Grundfläche von 120 Quadratmetern zwei Fahrzeughallen, großzügige Umkleideräume, ein Büro für den Ortsbrandmeister sowie eine Stiefelwaschanlage und eine Hygienestation bietet.

Für die Ortsfeuerwehr Knutbühren wurde ein sogenanntes ein „Mittleres Löschfahrzeug“ (MLF) für 235.000 Euro angeschafft. Ortsbrandmeister Heiko Schellhase erklärt, dass auf dem Fahrzeug 800 Liter Wasser verladen sind und darin sechs Personen in Platz nehmen können. Man habe sich für das relativ kleine MLF entschieden, weil ein größeres Löschgruppenfahrzeug nicht in die kleine Halle gepasst hätte.

Der neue Wagen in Elliehausen kann von allen Ortsfeuerwehren benutzt werden

Die Freiwillige Feuerwehr Elliehausen erhielt einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) im Wert von 70.000 Euro. Darin finden neun Feuerwehrleute Platz. Es dient als Ersatz für einen ausgemusterten MTW. Besonderheit: Das Fahrzeug ist zwar in Elliehausen stationiert, kann aber von allen 13 Ortsfeuerwehren der Stadt Göttingen genutzt werden.

Auch in Nikolausberg musste das Feuerwehrhaus vergrößert werden, weil das neue Löschgruppenfahrzeug (LF) nicht in die alte Halle gepasst hätte. „Weil die Halle zu niedrig war, wurde das Dach erhöht, aus dem Satteldach ist ein Flachdach geworden“, erklärte Dezernent Christian Schmetz. Kosten: 100.000 Euro. Das neue Löschgruppenfahrzeug ist ein „LF KatS“, wobei KatS für Katastrophenschutz steht. Die Besonderheit: Das Fahrzeug wurde vom Bund finanziert, die Kosten liegen bei mehr als 230.000 Euro. Es hat einen 1000-Liter-Wassertank, mehr als 800 Meter Schlauchmaterial sowie zwei Pumpen an Bord, wie der Nikolausberger Ortsbrandmeister Andreas Schlote sagte. Es ersetzt ein altes Fahrzeug aus dem Jahr 1989. (Stefan Rampfel)

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