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Göttingen: Investitionen in neue Logistikhalle und Bekenntnis zum zentralen Standort

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Von: Thomas Kopietz

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Investition in den eigenen Nachwuchs: Das Unternehmen Mahr hat auch ein Ausbildungszentrum am Standort Göttingen gebaut. Rund 30 Auszubildende erlernen dort verschiedene Berufe.
Investition in den eigenen Nachwuchs: Das Unternehmen Mahr hat auch ein Ausbildungszentrum am Standort Göttingen gebaut. Rund 30 Auszubildende erlernen dort verschiedene Berufe. © Thomas Kopietz

Auch während der Pandemie ist das Göttinger Unternehmen Mahr gut im Geschäft. Davon soll nun auch die Stadt profitieren. Unter anderem soll ein neues Logistiklager gebaut werden.

Göttingen – Der Göttinger Präzisionstechnikgeräte-Hersteller Mahr ist gut im Geschäft – auch während der Pandemie: Die Auftragsbücher sind voll. Zudem plant das Unternehmen Zukunftsinvestitionen.

Das kündigten die Geschäftsführung um Manuel Hüsken und Dr. Lutz Aschke jüngst bei einem Besuch der noch neuen Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und dem ebenfalls neuen Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) an.

Stadt Göttingen soll durch positive wirtschaftliche Entwicklung profitieren

„Mahr ist sehr stark aus der Corona-Zeit herausgekommen“, bilanzierten die beiden Mahr-Geschäftsführer. Davon soll auch der Standort Göttingen profitieren. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung ist das Logistiklager vor Ort an der Kapazitätsgrenze angelangt.

So plant Mahr mehrere Millionen Euro in ein neues Logistiklager mit mehr als 4000 Quadratmeter Hallenfläche, zu investieren, in dem später die Logistik für Europa zentralisiert werden soll. Diese Investition zeige, dass sich das Unternehmen zu Göttingen mit dort 700 Mitarbeitern bekenne.

Bis 2030 CO2-neutral arbeiten

Das hörte die Oberbürgermeisterin gerne. Sie bekräftigte die Unterstützung der Stadt bezüglich der Baugenehmigung. Das wiederum erfreute die Mahr-Geschäftsführung: „Unsere hochwertigen Produkte werden in Göttingen hergestellt, und die Stadt ist einer der Schlüssel für uns hier am Standort weiter in die Zukunft zu investieren.“

Die Dachflächen des Logistikzentrums werden mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Laut Lutz Aschke soll der Standort in Göttingen „bis 2030 CO2-neutral arbeiten“ – was wiederum in die Klimaziele der Stadt passt.

Wachsen will Mahr aber nicht nur in Zentrale Göttingen. Zu den rund 20 Niederlassungen weltweit sollen weitere hinzukommen: „Wir bauen perspektivisch weitere auf“, so Manuel Hüsken.

Besuch bei Mahr: Lutz Aschke (links) und Manuel Hüsken empfingen GWG-Geschäftsführer Jens Düwel und Oberbürgermeisterin Petra Broistedt
Besuch bei Mahr: Lutz Aschke (links) und Manuel Hüsken empfingen GWG-Geschäftsführer Jens Düwel und Oberbürgermeisterin Petra Broistedt © Marh/nh

Global-Player für Kunden aus Branchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie und Medizintechnik

Das kommt nicht von ungefähr, denn längst ist Mahr ein Global-Player, ist Partner für Kunden in Branchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie, Medizintechnik, Luftfahrt, Photonik/Optik, Energietechnik und sogar Weltmarktführer in der Vermessung von Oberflächenrauheit, Form- und Lage-Vermessung sowie Kalibriermesstechnik, was sich auch in Zahlen ausdrückt.

Im Geschäftsbereich Metering Systems hat sich der Umsatz mit Dosierlösungen in den vergangenen fünf Jahren fast vervierfacht.

Im Produktbereich der hochpräzisen Kugelführungen stellt sich Mahr erfolgreich in ganz unterschiedlichen Branchen mit neuen Produkten und Materialien breiter auf.

Dimensionelle Messtechnik für die Qualitätssicherung,

Das Unternehmen habe sich deutlich fokussiert und werde in „immer mehr Branchen für die Highend-Produkte als Partner geschätzt“, sagen die Geschäftsführer.

In der Messtechnik bietet Mahr auch dimensionelle Messtechnik für die Qualitätssicherung, so zur Vermessung von Linsen für Handys, Head-up-Displays, optischen Sensoren für autonomes Fahren, zur Vermessung von Bauteilen für Elektromotoren und Batterien bis zur Vermessung von Implantaten und Prothesen für die Medizintechnik an.

30 Azubis und Studierende im dualen Studium

In Göttingen hat das Unternehmen ein Ausbildungszentrum eingerichtet und investiert jährlich einen Millionenbetrag: Dort absolvieren etwa 30 Azubis die Ausbildungsgänge Elektroniker, Industriemechaniker und Mechatroniker absolvieren.

Dazu kommen Studierende des dualen Studiums in Kooperation mit der örtlichen Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK).

So profitiert Mahr vom Hochschul- und Uni-Standort Göttingen. „Gut, dass wir hier sind, denn hier ist es etwas leichter, gute Leute zu finden als im Bundesdurchschnitt“, sagt Aschke.

Oberbürgermeisterin Petra Broistedt zog zum Abschluss des Besuchs ein positives Resümee: „Die Investition von insgesamt acht Millionen Euro ist ein Bekenntnis zum Standort Göttingen und zur Nachhaltigkeit.“ (Thomas Kopietz)

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