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Göttingen ist „Filmlocation“ des Monats September

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Von: Thomas Kopietz

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Über den Dächern von Göttingen: Für die „Tatort“-Folge „Krieg im Kopf“, der im März 2020 erstmals lief, stiegen Florence Kasumba als Anais Schmitz (links) und Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm auf das Dach des Drehorts „Iduna Zentrum“.
Über den Dächern von Göttingen: Für die „Tatort“-Folge „Krieg im Kopf“, der im März 2020 erstmals lief, stiegen Florence Kasumba als Anais Schmitz (links) und Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm auf das Dach des Drehorts „Iduna Zentrum“. © NDR/Manju Sawhney/nh

Die Stadt Göttingen ist von den German Film Commissions (GFC) und der Nordmedia Film Commission zur „Filmlocation des Monats“ gekürt worden.

Göttingen – Diese Auszeichnung und Werbebotschaft kommt überraschend für Göttingen, aber aufgrund der Tradition als „Hollywood an der Leine“ und aktuell laufender Initiativen auch wieder nicht: Die Stadt Göttingen ist von den German Film Commissions (GFC) und der Nordmedia Film Commission zur „Filmlocation des Monats“ gekürt worden. Die Uni-Stadt wird auf den Social Media-Kanälen Instagram sowie Facebook der GFC und von Nordmedia mit Fotos und Hintergrundinformationen vorgestellt.

In der Begründung für die Auswahl zur „Filmlocation des Monats“ September 2022 heißt es unter anderem: „Göttingen hat als Filmlocation viel zu bieten.“ Genannt wird generell die „junge, weltoffene Atmosphäre der altehrwürdigen Universitätsstadt“. Die sei letztlich reich an „vielfältigen interessanten Filmschauplätzen von imposanten historischen Gebäuden bis zu moderner Architektur“. Zudem liege die Stadt zentral in Deutschland „in einer reizvollen, fast mediterranen Landschaft“.

Das könnte auch aus dem Mund des Mannes stammen, der sich seit vielen Jahren und mit stetig wachsender Intensität für die Etablierung der einstigen Film-Metropole Göttingen als Dreh- und Produktionsort einsetzt: Sven Schreivogel.

Der Regisseur und Hörspielproduzent sowie Sprecher des Filmbüros Göttingen ist ein positiv Film-Verrückter, kennt die große Filmvergangenheit wie kaum ein anderer, hat die Drehort-Initiative Göttingen gestartet und ein Kataster mit ermöglicht. All das, eine Strategie Schreivogels basierend auf Kooperationen und eine intensive mediale Berichterstattung, dürfte zur jetzigen „Filmlocation“-Vorstellung beigetragen haben. Die genannten Beiträge in englischer Sprache von Nordmedia und GFC befassen sich mit Göttingen als Filmstandort, Göttingen als „Tatort“-Stadt und der erwähnten Drehort-Initiative. Sie zielen auch auf die internationale Filmbranche ab.

Ein Lob bekommt auch Angelika Daamen von Göttingen-Tourismus ab: „Sie macht hier (fast) alles möglich, was nicht nur für die Tatort-Teams traumhaft ist“, sagt Susanne Lange von der Nordmedia.

„Mit vereinten Kräften ist es uns gelungen, das ehemalige Filmzentrum in der Mitte Deutschlands wieder in den Fokus zu rücken“, bilanziert Sven Schreivogel. Für die Drehort-Initiative wertet er die jetzige Nominierung als „ersten Etappensieg“ im Bemühen, Göttingen wieder auf dem Spielfeld der Film- und Fernsehlandschaft zu etablieren. Man sei insgesamt bei der Wiederbelebung der Filmstadt Göttingen „auf einem guten Weg“.

Einstige Filmmetropole Göttingen: Am Weender Tor gab es Außenaufnahmen zum Film „Natürlich die Autofahrer“ mit Heinz Erhardt (rechts) als Polizist Dobermann und Erik Schumann (am Steuer).
Einstige Filmmetropole Göttingen: Am Weender Tor gab es Außenaufnahmen zum Film „Natürlich die Autofahrer“ mit Heinz Erhardt (rechts) als Polizist Dobermann und Erik Schumann (am Steuer). © Archiv Stefan Helfrich/nh

So erwähnt Schreivogel auch, dass Göttingen als Drehort stärker nachgefragt werde. Einzelheiten möchte er aber nicht nennen. Einen Traum hat der filmbegeisterte Schreivogel natürlich auch: Göttingen als Spielort für eine dauerhafte Serie.

In Kürze, ab dem 26. September und bis zum 14. Oktober, präsentiert das Filmbüro Göttingen historische Filmplakate aus zwölf Ländern zu 21 in Göttingen gedrehten Spielfilmen. Und: Am Mittwoch, 28. September, wird der neueste „Göttingen-Tatort“ mit dem Titel „Die Rache an der Welt“ im Cinemaxx im Beisein von Maria Furtwängler und Florence Kasumba uraufgeführt werden. Karten dafür werden ausschließlich verlost. Im „Ersten“, also in der ARD, läuft der „Tatort“ dann am Sonntag, 9. Oktober, ab 20.15 Uhr und auf „One“ ab 21.45 Uhr. (Thomas Kopietz)

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