Ergebnisse sollen nächste Woche vorliegen

Göttingen: Kampfmittelsondierung in Kulturzentrum geht weiter

Sondierung im Kulturzentrum an der Godehardstraße in Göttingen: Henning Heinz (links) und Maschinenführer Patrik Normann von der Spezialfirma Schollenberger Kampfmittelbergung bedienen die Maschinen.
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Sondierung im Kulturzentrum an der Godehardstraße in Göttingen: Henning Heinz (links) und Maschinenführer Patrik Normann von der Spezialfirma Schollenberger Kampfmittelbergung bedienen die Maschinen.

Seit dieser Woche wird überprüft, ob unter dem Kulturzentrum an der Godehardstraße in Göttingen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg schlummern.

Göttingen – Die Ergebnisse der Sondierung werden erst in der kommenden Woche feststehen. Darauf weist die Stadtverwaltung hin. Ein Verdachtspunkt liegt auf einer Freifläche direkt am Kulturzentrum, der zweite Punkt unter dem Gebäude. Die Sondierungen sind in diesen beiden Fällen aufwendiger als auf Freiflächen. Während der Arbeiten darf sich niemand außer den Einsatzkräften im Gebäude aufhalten.

Bei der Sondierung wird der Erdboden über Tiefenbohrungen untersucht. Vom Kellergeschoss des Kulturzentrums aus sind insgesamt 37 Sondierungsbohrungen notwendig. Sie gehen bis maximal acht Meter in die Tiefe und decken einen Radius von neun Metern um den Verdachtspunkt ab. Die Überprüfung erfolgt per Magnetsonde. Deren Daten werden ausgelesen, überprüft und bewertet. Die Arbeiten sollen bis Mitte kommender Woche abgeschlossen sein. Danach ist geplant, einen weiteren Verdachtspunkt auf einer Freifläche westlich der Leine zu untersuchen.

Ein Stab unter der Leitung des Ersten Stadtrats Christian Schmetz und dem Leiter der Göttinger Berufsfeuerwehr, Dr. Martin Schäfer, koordiniert alle Einsätze zum Kampfmittelverdacht in der Weststadt. Die Fachleute vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) gehen aufgrund neuer Informationen davon aus, dass westlich und östlich der Leine (Godehardstraße, Blümchenviertel, Schützenplatz) mehr als 80 Verdachtspunkte auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht werden müssen. (Bernd Schlegel)

Weitere Informationen: goe.de/bombenverdacht

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