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Kokain im Burger-Laden: Haftstrafen für zwei Göttinger Drogendealer

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Von: Heidi Niemann

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Ungewöhnlicher Umschlagsplatz: Zwei Männer werden vom Landgericht Göttingen wegen Beihilfe zum Drogenhandel und -besitz zu Freiheitsstrafen verurteilt.

Göttingen – Vor dem Landgericht Göttingen ist jetzt ein Drogenprozess gegen einen 47-jährigen Imbissbetreiber aus Göttingen und dessen 30-jährigen Neffen zu Ende gegangen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie Drogenbesitzes zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten.

Sein 30-jähriger Neffe erhielt nach Angaben eines Gerichtssprechers wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in zwei Fällen eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten.

Drogen im Burger-Laden verkauft: Haftstrafen für zwei Göttinger Drogendealer

Ein Hamburger.
Das Landgericht Göttingen hat zwei Drogendealer verurteilt. Diese hatten in einem Burger-Laden mit Drogen gehandelt. (Symbolbild) © dpa

Bei beiden Angeklagten wurde die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem entschied das Gericht, dass jeweils drei Monate der verhängten Strafe wegen überlanger Verhandlungsdauer bereits als vollstreckt gelten.

Die Staatsanwaltschaft hatte den beiden Männern in ihrer Anklage vorgeworfen, in einem Burger-Lokal in Göttingen Drogen verkauft zu haben. Die Polizei hatte seit Anfang 2018 gegen die beiden Angeklagten ermittelt. Im September 2018 durchsuchten 30 Beamte der Zentralen Polizeidirektion den Imbiss in Göttingen sowie die Fahrzeuge und die damaligen Wohnungen der Angeklagten in Bovenden und Rosdorf.

Haftstrafen nach Fund von Kokain und Marihuana in Göttinger Lokal

Die Fahnder stellten in der Wohnung des Neffen 12 Gramm Kokain und 155 Gramm Marihuana sicher. In der Wohnung seines Onkels entdeckten sie rund 540 Gramm Marihuana.

Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine um jeweils zwei Monate niedrigere Bewährungsstrafe plädiert, als Bewährungsauflage sollten die Angeklagten 15.000 beziehungsweise 5.000 Euro an das Land Niedersachsen zahlen.

Die Verteidiger hatten Bewährungsstrafen von einem Jahr beantragt, verbunden mit einer Geldauflage von 2500 beziehungsweise 1000 Euro. (pid)

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