Sextett mit Verstärkung

A-Capella-Band Seven Up begeistert mit Weihnachtskonzerten

+
Gemeinsam stark: Die Göttinger Gruppe Seven Up bei ihrem Weihnachtskonzert in der Stadthalle. Das Sextett mit von links Gregor Jess, Christiane Eiben, Christoph Jess, Benjamin Stürzenhofecker, Heike Neumeyer und Torsten Uhlendorff.

Göttingen. Zwei mal volle Stadthalle an zwei Tagen: Das schaffen nur wenige Künstler. Der Göttinger Gruppe Seven Up gelingt das alljährlich - bei ihren Weihnachtskonzerten.

Das Konzert mit einer Mischung aus Pop, Klassik, Volkswaisen, Weihnachtsliedern und Klamauk ist Kult und das Publikum treu. Dennoch sind die singenden Sechs - Christiane Eiben, Gregor und Christoph Jess, Torsten Uhlendorff, Benjamin Stürzenhofecker und Heike Neumeyer - nervös. Letztere bekennt, dass sie mit zunehmendem Alter immer mehr Lampenfieber entwickelt.

Das muss nicht sein. Denn routiniert und mit gesanglicher Klasse, die sie über die Jahre weiter dazu gewonnen haben, überzeugen die Sechs am Samstagabend - als starke sechsstimmige Gruppe und jeweils bei einem Solo.

Heike Neumeyer gibt in Halbzeit eins den Ton als Moderatorin an und bringt - als erfahrene Pädagogin - den Saal in Bewegung mit Aufsteh-Spielchen. Derart gelockert kann nun nichts mehr schief laufen. Folglich wird das Publikum auch gefordert, darf mit Neumeyer auf Spanisch „Mil pasos“ singen - der Text steht im Programmheft, das Kinderfotos der Seven Ups ziert.

Riesenchor: 80 Kinder, die sich bei einer Freizeit auf der Stolle formiert hatten, sangen ein Stück aus „König der Löwen“ und wurden von den 1200 Zuschauern gefeiert

Zum Weihnachtskonzert gehört auch, dass sich die Gruppe Verstärkung holt, diesmal zwei starke Solisten und ein Mega-Chor mit Kindern und Jugendlichen: 80 fluten die Bühne und sorgen mit ihrem Song aus dem Musical „König der Löwen“ für Begeisterungsstürme. Der Chor hatte sich bei einem Seven-Up-Gesangsworkshop im Jugendlager Stolle formiert.

Zweite Verstärkung ist Leona Uhlendorff, die mit ihrem Vater und Bandmitglied Torsten ein großartiges Duett hinlegt - dem Papa fällt ein Stein vom Herzen, als Leona gefeiert wird.

Und dann ist da noch Special-Guest Mark Gillespie, der Profi-Musiker und Singer-/Songwriter gehört, obwohl nicht hier lebend, fest zu Göttingen. Als Straßenmusiker taucht er immer mal wieder auf, ebenso bei meist gut besuchten Konzerten mit Band. Gillespie singt mit Gitarre und Loops umjubelt Stücke wie „Supersonic Sunday“.

Ein Higlight sind stets die Seven-Up-Eigeninterpretationen: So vermengen sich im wunderbaren Wechselspiel Bachs „Ich steh an Deiner Krippe hier“ mit George Michaels „Jesus to a child“.

Am Ende gibt es noch die bekannte Version von Seals „Crazy“. Crazy war auch die Klaumauk-Einlage: Alle im Dirndl, auch die Männer samt schlanker Wadeln, und ein Rap zwischen Jodeln und „Ice, ice Baby.“ Denn gelacht werden soll ja auch. Getragen und feierlich verabschieden sich Seven Up mit dem Ausmarsch: Neil Young, sechsstimmig, „After The Gold Rush“.

„Einfach toll“, schwärmt einer, den es mehrfach von den Sitzen geholt hat: Basketball-Legende Ulli Frank. Und Neulinge waren auch dabei, wieJürgen Wenzel, der schwärmt. „Das ist ja super!“ Er wird wohl wiederkommen, wie viele andere auch. Zu Recht!

Weihnachtskonzerte von Seven-Up in der Stadthalle

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.