Hohe Aufklärungsrate bei Straftaten

Kriminalstatistik für Landkreis Göttingen: Trio sorgt für 180 Einbrüche

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Stellten die Kriminalstatistik vor: Kriminaldirektor Thomas Breyer (links) und Thomas Rath, Leitender Polizeidirektor.

Ein Trio hielt die Polizei im vergangenen Jahr auf Trab. Sie allein waren für 180 Einbrüche verantwortlich, die meisten davon in der Region Göttingen.

Göttingen – Das wurde am Freitag bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für den Landkreis Göttingen deutlich. Die Zahl der von der Göttinger registrierten Einbrüche stieg von im Jahresvergleich 307 auf 406. Hoch ist die Aufklärungsquote bei den Einbrüchen. Sie liegt insbesondere durch die Aufklärung der Serie bei 45,8 Prozent.

Trio: Zwei davon bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Das Trio kundschaftete lohnende Objekte vorab aus. Meist verschafften sich die Mitglieder der Bande über die Terrassentür Zutritt zu den Wohnungen und Häusern. Dort gingen sie ganz gezielt vor, um schnell an ihre Beute zu kommen.

Zwei Mitglieder des Trios wurden inzwischen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Ein dritter Täter wartet auf seinen Prozess. „Wir werden das Kriminalitätsfeld auch 2020 genau beleuchten und identifizierten Tatserien mit hohen Ermittlungsdruck und dem Know-how spezieller Sonderkommissionen entgegentreten“, kündigte Kriminaldirektor Thomas Breyer, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Göttingen, an. Er stellte mit dem Inspektionsleiter, dem Leitenden Polizeidirektor Thomas Rath, die Statistik vor.

Kriminalstatistik: Aufklärungsquote steigt auf 61,5 Prozent

Mit insgesamt 20 829 registrierten Straftaten lag die Zahl der Fälle ganz leicht über dem Niveau von 2018 (20 510 Fälle). Die Aufklärungsquote stieg von 60,6 auf 61,5 Prozent. „Die Bürger in unserer Region können sich auf ihre Polizei verlassen. Wir gewährleisten auch in Zukunft durch eine professionelle und bürgerorientierte Aufgabenwahrnehmung ein hohes Sicherheitsniveau“, sagt Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig.

Ein zunehmendes Problem ist nach Darstellung der Polizei die Gewalt gegen Polizeibeamte und Rettungskräfte. Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Göttingen 149 Fälle dieser Art registrierten, zwölf mehr als im Jahr zuvor. Eine besondere Rolle spielt bei der Gewalt gegen Uniformierte der Alkohol. Deutlich mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen (77 von 133) war betrunken.

„Im Jahr 2019 waren in 33 Fällen Polizeibeamte nach Gewalt zeitweise nicht dienstfähig“, macht Präsident Lührig deutlich. Er kündigte an, dass die Polizei alles unternehmen werde, um die Beamten vor Gewalt zu schützen.

Tipp: Onlinewache für Anzeigen nutzen

Die Polizei gibt mit Blick auf das Thema Coronavirus den Tipp, beim Erstatten einer Strafanzeige die Onlinewache im Internet zu nutzen. Damit muss in vielen Fällen die jeweilige Polizeidienststelle nicht mehr persönlich besucht werden beziehungsweise ein Besuch von Beamten vor Ort ist nicht mehr erforderlich. 

onlinewache.polizei.niedersachsen.de

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