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Messerangriff an der Wohnungstür in Duderstadt: 52-Jähriger steht vor Gericht

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Vor dem Landgericht Göttingen müssen sich zwei Brüder verantworten. (Symbolbild)
Das Landgericht Göttingen: Hier muss sich der 52-Jährige verantworten. © Rubriklistenbild: Bernd Schlegel

Weil er einen Wohnungsnachbarn mit Schlägen und einem Messer attackiert haben soll, muss sich seit Mittwoch ein 52-jähriger Mann aus Duderstadt vor dem Landgericht Göttingen verantworten.

Göttingen – Die Staatsanwaltschaft hat den 52-Jährigen, der seit dem Vorfall im Juni dieses Jahres in der Psychiatrie untergebracht ist, wegen versuchten Totschlages und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Der 18-jährige Schüler hatte bei dem unvermittelten Angriff eine Schnittwunde am Brustkorb und Prellungen erlitten.

Göttingen: Messerangriff an der Wohnungstür

Laut Anklage soll der 52-Jährige abends gegen 20 Uhr in dem Wohnhaus in Duderstadt an die Tür der gegenüberliegenden Wohnung geklopft haben. Als der 18-jährige Nachbar öffnete, habe er diesen gefragt, ob er Schläge wolle. Der Angeklagte soll dann sofort auf den Schüler eingeschlagen und mit einem Messer mit einer 31 Zentimeter langen Klinge in Richtung des Oberkörpers gestochen haben. Dabei habe er geäußert, dass er den 18-Jährigen töten wolle.

Dem 18-Jährigen war es dann gemeinsam mit seiner Schwester gelungen, den Angeklagten aus der Wohnung auf den Hausflur zu schieben und die Wohnungstür zuzudrücken. Der 52-Jährige soll danach noch weiter von außen gegen die Tür gedrückt haben. Währenddessen hatte die Schwester die Polizei alarmiert. Die Beamten nahmen den 52-Jährigen noch am selben Abend fest, später wurde seine einstweilige Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet.

Göttingen: Angeklagter im Zustand verminderter Schuldfähigkeit

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt hat. Dieser habe zur Tatzeit unter dem Einfluss von Benzodiazepinen gestanden.

Da von dem 52-jährigen auch in Zukunft weitere Taten zu erwarten seien und dieser somit für die Allgemeinheit gefährlich sei, strebt die Staatsanwaltschaft eine dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie an.

Sein Verteidiger erklärte zu Prozessbeginn, dass sich sein Mandant zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern werde. Der Angeklagte soll den 18-Jährigen schon vor der Messerattacke mehrfach angegriffen haben. Der aus Syrien stammende Schüler war im Februar in die gegenüberliegende Wohnung eingezogen.  pid

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