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Streit um NDR-Antenne in Göttingen: Neue Anlage darf jetzt senden

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Von: Bernd Schlegel

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Der Streit um den Antennen-Neubau des NDR im Göttinger Ortsteil Nikolausberg ist beigelegt. Der Mast kann damit jetzt offiziell auf Sendung gehen.

Göttingen – Ein neuer Sendemast des Norddeutschen Rundfunks (NDR) im Ortsteil Nikolausberg in Göttingen sorgte für Schlagzeilen. Inzwischen ist der Streit um das Projekt beigelegt. Damit kann der Mast jetzt auf Sendung gehen.

Für das Bauwerk lag zunächst keine sogenannte Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur vor – wir berichteten. Deshalb gab es bei dem Projekt Verzögerungen. Diese wichtige Genehmigung liegt nun vor. Außerdem war ein Anwohner wegen der elektromagnetischen Strahlung gegen das Projekt vorgegangen.

NDR-Antenne in Göttingen-Nikolausberg: Neue Radioanlage darf nun senden

Der Sender Nikolausberg in Göttingen: Der neue Mast (rechts) darf jetzt auf Sendung gehen. Der Streit um das Projekt ist jetzt beigelegt. Die neue Gitterkonstruktion löst die bisherige Anlage ab. Archi
Der Sender Nikolausberg in Göttingen: Der neue Mast (rechts) darf jetzt auf Sendung gehen. Der Streit um das Projekt ist jetzt beigelegt. Die neue Gitterkonstruktion löst die bisherige Anlage ab. (Archivbild) © Bernd Schlegel

Ein Widerspruch gegen die Baugenehmigung für den Antennenträger ist inzwischen zurückgenommen worden, heißt es vom NDR. „Ein in diesem Zusammenhang geführtes Eilverfahren ist ebenfalls abgeschlossen.“ Der Sender betont noch einmal die Bedeutung des neuen Antennenmastes, über den fünf UKW-Rundfunkprogramme abgestrahlt werden sollen.

Die aktuelle UKW-Antenne ist 30 Jahre alt und musste dringend erneuert werden.

NDR

„Die aktuelle UKW-Antenne ist 30 Jahre alt und musste dringend erneuert werden“, heißt es vom Sender. Der Antennenträger entspricht nicht mehr der aktuellen Baunormen, eine Erneuerung der Antenne am Bestandsmast war daher aus statischen Gründen nicht mehr möglich.

Aktuell werden laut NDR vom Standort Göttingen-Nikolausberg etwa 400.000 Einwohner in Süd-Niedersachsen versorgt, auch für die Zukunft bleibt der Standort wichtig, heißt es. Zur Aufrechterhaltung des Sendebetriebes war es notwendig, den neuen Antennenträger parallel zum Alten zu errichten, um Antenne und Verkabelung so vorzubereiten, dass nur ein kurzer Ausfall beim Umschwenken entsteht.

Neubau von NDR-Radioantenne und Sendemast in Göttingen bei Anwohnern umstritten

„Durch den Neubau an einer neuen Stelle auf dem Grundstück können außerdem die Kabelwege verkürzt und so Energie gespart werden“, begründet der NDR den neuen Standort näher an der Bebauung. „Hätte man zunächst den alten Mast zurückgebaut und im Anschluss einen Neuen gebaut, hätte dies für über ein Jahr die Versorgung mit UKW unterbrochen“, so der Sender.

Die bisherige Antennenanlage wird nach Inbetriebnahme des neuen Mastes zurückgebaut. Der neue Antennenträger ist auf einer Höhe von 100 Metern angebracht, der alte hatte eine Höhe von 108 Metern. Der alte Sendemast wird in einem schon oft Konstruktionsverfahren zurückgebaut und dabei auf dem Grundstück zu Boden gebracht.

Der Testbetrieb über die neue Anlage startet in diesen Tagen. Ein vollständiger Übergang in den Regelbetrieb ist zum Jahreswechsel geplant. Insgesamt investiert der NDR etwa eine Million Euro in das Projekt. In Südniedersachsen werden die NDR-Radioprogramme auch über das digitale Format DAB+ verbreitet. Ein Sendemast dafür ist unter anderem bei Bovenden zu finden. (bsc)

Das NDR 2-Soundcheck-Festival in Göttingen findet nun doch erst 2024 statt. NDR-Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt spricht im Interview über sein neues Buch, Männer und Frauen.

NDR sendet fünf Radioprogramme von Nikolausberg aus

Über den Sender im Göttinger Stadtteil Nikolausberg strahlt der NDR fünf UKW-Radioprogramme ab. Damit wird eine begrenzte Region rund um Göttingen versorgt. Folgende Programm werden verbreitet: NDR 1 Niedersachsen (Frequenz: 88,5 MHz; Sendeleistung: 5 kW), NDR 2 (94,1 MHz; 5 kW), NJoy (95,9 MHz; 0,5 kW), NDR Kultur (96,8 MHz; 0,5 kW) und NDR Info (99,9 MHz; 5 kW). (bsc)

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