Göttingen: OB Köhler unterzeichnet Flüchtlings-Appell

Niedersachsen soll ein „Sicherer Hafen“ sein

Rolf-Georg Köhler (SPD)
 Oberbürgermeister Göttingen
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Rolf-Georg Köhler (SPD) Oberbürgermeister von Göttingen habe den Offenen Brief „Niedersachsen soll Sicherer Hafen werden“ unterschrieben.

Die Aufnahme weiterer Flüchtlinge wird derzeit in Niedersachsen wegen immer wieder auftretender Corona-Infektionen teilweise gestoppt. Doch es regt sich Widerstand: Nun hat sich auch der Oberbürgermeister von Göttingen dazu geäußert.

  • Apell der Landesregierung: „Niedersachsen soll Sicherer Hafen werden“
  • Oberbürgermeister von Göttingen, Rolf-Georg Köhler (SPD) unterstützt das Unternehmen
  • Oberbürgermeister von Hannover, Belit Onay (Grüne): Niedersachsen als „Weltoffenheit und Solidarität“

Göttingen / Hannover – Die Unterstützung für einen Appell, von Niedersachsens Landesregierung zur Aufnahme weiterer Flüchtlinge auffordert, wächst. Nun habe auch der Oberbürgermeister von Göttingen, Rolf-Georg Köhler (SPD), den Offenen Brief „Niedersachsen soll Sicherer Hafen werden“ unterschrieben. Das teilte Niedersachsens Flüchtlingsrat am Donnerstag (09.07.2020) mit.

Köhler sagte, die Stadt Göttingen sichere Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Hunger und Gewalt seien, ihre volle Solidarität zu. „Wir nehmen das Sterben auf Fluchtrouten, vor allem im Mittelmeer, nicht hin.“ Das müsse auch ein gesamteuropäischer Konsens sein. Wer Menschen aus Seenot rette, verdiene volle Unterstützung und dürfe nicht kriminalisiert werden, betonte Köhler.

Auch Hannovers OB Belit Onay (Grüne) schloss sich der Erklärung mit Verweis auf die „Weltoffenheit und Solidarität“ der Landeshauptstadt an. Zuvor hatten schon Rathauschefs und Landräte unter anderem aus Cloppenburg, Nordhorn und Holzminden das Schreiben unterzeichnet. In dem Offenen Brief vom 22. Juni fordern mehr als 130 Organisationen, dass sich Niedersachsen zum „Sicheren Hafen“ für Flüchtlinge erklärt und damit dem Beispiel vieler Kommunen folgt.

Dem Flüchtlingsrat zufolge ist die Situation in den Hotspots auf den griechischen Inseln weiter dramatisch. Mehr als 35.000 Menschen säßen dort fest, die Stimmung sei stark angespannt. Auf dem Mittelmeer sei das Rettungsschiff „Ocean Viking“ mit 180 Geretteten an Bord länger als eine Woche von europäischen Regierungen blockiert worden. Auch den 50 aus Seenot geretteten Menschen an Bord des Tiertransportschiffs „Talia“ hätten Malta und Italien tagelang einen sicheren Hafen verweigert.

„Solange europäische Staaten und auch die Bundesregierung blockieren und die sofortige Aufnahme von Menschen auf der Flucht verweigern und verzögern, müssen die Bundesländer aktiv werden“, erklärte der Flüchtlingsrat. mit epd

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