Landkreis Northeim sucht weiterhin Partner

Göttingen und Osterode stellen neue Kreisverwaltung vor

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Wird auch weiterhin in Betrieb sein: das Kreishaus in Osterode. 

Göttingen/Northeim. Der Kreis Northeim sucht wieder nach Fusionspartnern, die Nachbarn Göttingen und Osterode hingegen sind sich bereits einig. Jetzt steht ihr gemeinsames Verwaltungskonzept. 

Durch die Fusion der Kreise Göttingen und Osterode sollen 50 Stellen wegfallen. Dies werde aber sozialverträglich geschehen, versicherte Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags.

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Reuter: „Niemand wird entlassen.“ Die jährliche Ersparnis bezifferte der Landrat auf vier Millionen Euro. Andererseits seien wegen der neuen Aufgaben insbesondere wegen des Zustroms der Flüchtlinge Neueinstellungen unumgänglich. Die neue Kreisverwaltung soll über 1500 Köpfe verfügen. Davon sollen 1000 am Dienstort Göttingen, 500 in der Zweigstelle Osterode arbeiten, erklärte Osterodes Erster Kreisrat Gero Geißlreiter. Zum Vergleich: Der Kreis Northeim beschäftigt 860, mit der Abfallwirtschaft 965 Personen.

Bürgernahe und fahrzeitintensive Tätigkeiten würden an beiden Standorten dezentral ausgeführt, sagte Geißlreiter. Sogenannte Querschnittsaufgaben werde man aufteilen und jeweils für den gesamten Neukreis wahrnehmen.

Laut Gebietsveränderungsvertrag ziehen das Finanzwesen, die Kommunalaufsicht, das Rechnungsprüfungsamt sowie das Ordnungsamt nach Osterode. Knöllchen für Verkehrssünder werden also künftig in Osterode bearbeitet.

Der landesweit bisher erste und einzige freiwillige Zusammenschluss zweier Kreise soll zum 1. November 2016 erfolgen. Die Kür des neuen Landrats und Kreistages findet mit der Kommunalwahl am 11. September statt.

Schon der erste Haushalt 2017 des nach Osnabrück dann mit 325.000 Einwohnern zweitgrößten Landkreises Niedersachsens werde voraussichtlich ausgeglichen sein, betonte Reuter. „Ich bin sicher, dass dies gelingen wird.“ So sei das Defizit in Osterode geringer als erwartet. „Und Göttingen erwirtschaftet derzeit Überschüsse.“ (ymp/goe)

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