Kripo-Beamter berichtete über Ermittlungsarbeit

Prozess um Drogenhandel: Polizei berichtet von „Mafia-Wohnung“ für Kuriere

Marihuana: Um Drogenhandel geht es in einem Prozess vor dem Landgericht Göttingen.
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Marihuana: Um Drogenhandel geht es in einem Prozess vor dem Landgericht Göttingen.

Prozess in Göttingen: Ein Mann ist wegen Drogengeschäften angeklagt. Die Polizei berichtet vor Gericht von ihrer Arbeit in einer Sonderkommission.

  • Ein Mann steht wegen angeblichem Drogenhandel vor dem Landgericht in Göttingen.
  • Die Polizei berichtet von ihren Ermittlungen in einer Sonderkommission.
  • Unter anderem soll eine Wohnung von Drogenkurieren genutzt worden sein.

In dem Rauschgiftprozess gegen einen 50-jährigen Geschäftsmann aus Osterode vor dem Landgericht Göttingen hat jetzt ein Kripobeamter als Zeuge über die damaligen Ermittlungen der Sonderkommission berichtet.

Der Angeklagte war insbesondere nach der Festnahme mehrerer Tatverdächtiger ins Visier der Polizei geraten, die im Mai 2018 eine Drogenbeschaffungsfahrt nach Osterode unternommen hatten. Dabei sollen sie in einem Gebäudekomplex übernachtet haben, der von der Familie des Angeklagten genutzt wird.

Prozess in Göttingen: Polizei spricht von "Mafia-Wohnung"

Die Fahnder hatten im August 2018 mehrere Objekte durchsucht und dabei unter anderem Bargeld, diverse Datenträger, Handys und Drogen sichergestellt. In einer von der Familie des Angeklagten angemieteten Garage in Gittelde habe man 1,4 Kilo Marihuana gefunden, berichtete der Polizist. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 50-Jährigen vor, das Rauschgift dort zum gewinnbringenden Verkauf verwahrt zu haben. 

Die Polizei hatte im Rahmen ihrer Ermittlungen auch Telefone überwacht. Dadurch stießen sie auf zwei weitere angemietete Hallen. Auch ein Fitnessstudio spielte bei den Ermittlungen eine Rolle. In dem Gebäudekomplex in Osterode soll sich auch die Wohnung befunden haben, die von den Drogenkurieren bei ihrer Beschaffungsfahrt genutzt und als „Mafia-Wohnung“ tituliert wurde.

Göttingen: Prozess wegen Drogenhandel - "Mafia-Wohnung" hatte keine Türen

Die Polizei war bei der Auswertung ihrer sichergestellten Handys unter anderem auf ein Foto von einem Badezimmer gestoßen, das sich in dieser Wohnung befinden soll. Möglicherweise wollten sie eine Besonderheit dokumentieren: Es habe keine Türen in der Wohnung gegeben, berichtete einer der damaligen Drogenkuriere, der am jüngsten Verhandlungstag ebenfalls als Zeuge geladen war. Die Toilette sei nur durch einen Vorhang von der übrigen Wohnung abgetrennt gewesen.

Der 21-jährige Zeuge im Prozess wegen Drogenhandel in Göttingen war gemeinsam mit zwei weiteren Männern und einem angeheuerten Fahrer im Mai 2018 von Wismar nach Osterode gefahren, um dort Drogen zu holen. Als das Gericht ihm diverse Fotos vorlegte, die die Polizei bei ihrer Durchsuchungsaktion gemacht hatte, erkannte er eine Reihe von Details der Örtlichkeiten wieder.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen wirft dem aus dem Kosovo stammenden Angeklagten unter anderem unerlaubtes Handeltreiben sowie die unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor.

Auch ein 38-jähriger Mittäter stand wegen Drogenhandel in Göttingen vor Gericht.

In Göttingen stand ein junger Mann vor Gericht. Er soll in größere Mengen Drogen erworben und weiterverkauft haben. Das Gericht fällte ein Urteil.

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