Landgericht Göttingen

Prozess um Marihuana-Pakete: Geschäftsmann vor Gericht

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Gebäude: Amtsgericht und Landgericht Göttingen - Eingangsschild am Haupteingang. Foto: Thomas Kopietz

Göttingen: Im Prozess um Marihuana-Pakete muss sich ein Osteröder Geschäftsmann vor Gericht verantworten. 

  • Geschäftsmann wegen Drogenhandels vor Landgericht Göttingen
  • Das Marihuana soll der Angeklagte aus Italien per Paket erhalten haben
  • Auch weitere Rauschgiftdelikte werden dem Angeklagten zugrunde gelegt

Göttingen - Ein 50-jähriger Geschäftsmann aus Osterode muss sich seit Donnerstag wegen Rauschgifthandels vor dem Landgericht Göttingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft Göttingen wirft dem aus dem Kosovo stammenden Angeklagten auch unerlaubtes Handeltreiben und die verbotene Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor.

Göttingen: Wegen 55 Kilo Marihuana vor Gericht

Mit einem der angeklagten Fälle hat sich das Landgericht bereits 2019 in einem Prozess beschäftigt: Der 50-Jährige soll einer der Drahtzieher einer Paketlieferung von 55 Kilo Marihuana aus Italien gewesen sein, die die Polizei vor der Auslieferung an eine Adresse in Bad Lauterberg abgefangen hatte. 

Der Angeklagte soll die beiden Männer, die die Pakete aufgegeben hatten, nach ihrer Ankunft in Deutschland abgeholt und die Lieferadresse im Ortsteil Barbis besorgt haben.

Gericht in Göttingen: Geschäftsmann August 2019 verhaftet

Der 50-Jährige war erstmals im August 2019 in Osterode verhaftet worden. Damals hatten Drogenfahnder in einer Garage in einem Ortsteil von Bad Grund 1,4 Kilo Marihuana sichergestellt. 

Anfang Oktober wurde der Haftbefehl wieder aufgehoben. Tage später kam er wegen des Verdachts auf weitere mutmaßliche Rauschgiftdelikte erneut in Untersuchungshaft.

Göttingen: Wegen Drogenhandel vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft Göttingen wirft dem 50-Jährigen nun konkret vor, Anfang 2018 von bislang unbekannten Tätern 100 Kilo Marihuana erworben zu haben. Als die bestellte Lieferung an seinem Wohnort Osterode eingetroffen war, habe er festgestellt, dass das Marihuana bei dem Transport nass geworden sei. 

Er habe aus dem Grund das angelieferte Rauschgift nicht bezahlt. Später soll er damit jedoch weitere Geschäfte gemacht und einen Großteil des Rauschgifts anderen Personen überlassen haben, die es weiterverkaufen wollten.

Göttingen: Rauschgift mit dem Bus transportiert

Die Abnehmer sollen rund 50 Kilo Marihuana entgegengenommen haben und per Bus nach Wismar gefahren. Später hätten sie weitere 30 Kilo Marihuana geholt.

Einer der damaligen Abholer soll ein rechtskräftig verurteilter 19-Jähriger aus Wismar gewesen sein, der am Donnerstag als Zeuge geladen war. Dieser gab an, mit weiteren Beteiligten zweimal nach Osterode gefahren zu sein, um das Rauschgift abzuholen.

Göttingen: Auch zweite Anklage wegen Marihuana-Paketen

Die zweite Anklage betrifft die von der Polizei abgefangenen Marihuana-Pakete aus Rom. Das Landgericht Göttingen hatte im Dezember einen 31-jährigen Albaner und einen 39-jährigen Italiener, die im Februar 2019 die Pakete bei einer Spedition in Rom aufgegeben hatten, zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Das von der Polizei sichergestellte Rauschgift soll einen geschätzten Straßenverkaufswert von 480 000 Euro gehabt haben. 

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