6500 Euro für Seenotrettung

Rechtsextreme spenden unfreiwillig für Flüchtlinge

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Dankeschön an die Rechten: Protestierende gegen die NPD-Kundgebung initiierten auf dem Bahnhofsvorplatz eine Spendenaktion, die gekoppelt war an die Dauer der NPD-Aktion. Deshalb bedankten sich die Demonstranten bei den Rechtsradikalen für deren flüchtlingsfreundliches Verhalten.

Göttingen. Die Teilnehmer der NPD-Kundgebung am Samstag auf dem Bahnhofsvorplatz haben unfreiwillig 6500 Euro zur Unterstützung von Flüchtlingen und einer Rettungsorganisation geleistet.

Das „Göttinger Bündnis gegen Rechts“ hatte erstmals nicht nur zu einer Gegendemonstration, sondern auch zu einer „Spendengala“ für die Organisation „Sea-Watch“ aufgerufen, die sich für die Seenotrettung von Flüchtlingen engagiert.

Für jede Minute, die die Rechtsextremisten auf dem Göttinger Bahnhofsplatz standen, erhielt der Verein einen Spendenbetrag. Da die NPD-Sympathisanten statt der angekündigten vier Stunden nur eineinhalb Stunden vor dem Göttinger Bahnhof herumstanden, habe es noch einen „vorzeitigen Abrückbonus“ als Aufschlag dazu gegeben, sagte am Dienstag Bündnissprecherin Agnieszka Zimowska.

Insgesamt seien bei der Spendenaktion “Rechts gegen Rechts“ 6500 Euro zugunsten der Rettungsorganisation für Flüchtlinge zusammengekommen.

Die knapp 1000 Gegendemonstranten ließen es sich nicht nehmen, die etwa 100 Rechtsextremisten auf den kuriosen Effekt ihrer Kundgebung hinzuweisen: „Ihr steht stramm für Flüchtlinge“ und „Danke für Eure Spenden, liebe Nazis!“ war auf den Transparenten zu lesen.

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