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Vielfalt statt Hass: Regenbogenfahnen vor Behörden in Göttingen

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Von: Bernd Schlegel

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Regenbogenflagge bei der Polizeidirektion Göttingen: (von links) Christin Millius (Ansprechperson LSBTI), Rainer Nolte, Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten sowie Tim Rinne (Ansprechperson LSBTI).
Regenbogenflagge bei der Polizeidirektion Göttingen: (von links) Christin Millius (Ansprechperson LSBTI), Rainer Nolte, Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten sowie Tim Rinne (Ansprechperson LSBTI). © Polizei Göttingen/nh

Bunte Regenbogenfahnen wehen vor der Verwaltung in Göttingen: Behörden und Initiativen setzen ein Zeichen für Vielfalt gegen Hass und Diskriminierung.

Göttingen – Behörden und Initiativen setzten am Dienstag ein deutliches Zeichen für Vielfalt und gegen Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) wurden vor Verwaltungen in der Uni-Stadt Regenbogenflaggen gehisst.

Bei einer Aktion vor dem Neuen Rathaus kündigte Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) die Gründung einer Antidiskriminierungsstelle in der Stadtverwaltung ein, die im kommenden Jahr ins Leben gerufen werden soll.

Aktion gegen Hass in Göttingen: „Diskriminierung ist immer noch Alltag“

Sie soll beispielsweise als Anlaufstelle für Betroffene dienen. „Diskriminierung ist immer noch Alltag in Göttingen“, sagte die Verwaltungschefin. Das habe sie bei Gesprächen anlässlich des Christophers Street Day erfahren.

Wir begreifen Vielfalt als Chance.

Petra Broistedt, Oberbürgermeisterin von Göttingen

Gleichzeitig machte die Oberbürgermeisterin deutlich, dass Göttingen eine „bunte, tolerante und weltoffene Stadt“ ist. „Wir begreifen Vielfalt als Chance“, sagte sie vor dem Neuen Rathaus.

Göttingen: Neue Stelle für Antidiskriminierung

Auch an der Polizeidirektion Göttingen an der Groner Landstraße wehte am Dienstag die Regenbogenfahne.

Hisste die Regenbogenfahne: Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt.
Hisste die Regenbogenfahne: Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt. © Bernd Schlegel

Sie wurde von Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten, von Rainer Nolte, dem Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, sowie den beiden Ansprechpersonen LSBTI (Lesben, Schwule, bisexuelle, transgender und intergeschlechtliche Menschen) bei der Polizeidirektion, Polizeikommissarin Christin Milius und Polizeioberkommissar Tim Rinne, vor dem Gebäude gehisst.

Polizeiinspektion Göttingen stellt sich entschlossen hinter die Gleichstellung

„Die Polizeiinspektion Göttingen stellt sich mit Entschlossenheit hinter die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Bisexuellen sowie inter- und transgeschlechtlichen Menschen und deren festen Stand in der Mitte unserer Gesellschaft“, machte Polizeipräsidentin von der Osten deutlich.

Dass die Polizei am IDAHOBIT-Tag Flagge zeigt, sei ein deutliches Zeichen dafür, dass sie Diversität erkennt und lebt und verdeutlicht, dass sie sowohl in der Bevölkerung, als auch in den eigenen Reihen keinen Platz für Homo-, bi-, trans- und Interphobie sieht, so Millius und Rinne abschließend.

LGBTQ-Community: Diversität erkennen und leben

An dem Aktionstag beteiligten sich auch sechs Gruppen eines Göttinger Bündnisses. Mit einer Schaufensteraktion wurden Lebensstationen aufgezeigt, zum Beispiel das Coming-out.

Ziel der Aktivitäten war die Sichtbarkeit, Akzeptanz und Gleichstellung von vielfältigen Lebensweisen, Beziehungs- und Familienformen, sexuellen und romantischen Orientierungen sowie geschlechtlichen Identitäten. (Bernd Schlegel)

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