Anleger lobten Unternehmensspitze

Sartorius legt bei Gewinn und Umsatz zu

Freundliche Farben: Vorstandssprecher Dr. Joachim Kreuzburg bei der Hauptversammlung der Sartorius AG in der frühlingshaft dekorierten Göttinger Lokhalle. Foto: Kopietz

Göttingen. Der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius hat in  2014 bei Gewinn und Umsatz zugelegt. Dementsprechend gut war die Stimmung bei der Hauptversammlung am Donnerstag.

Gelb-Orange-Weiß – die Sartorius-Farben sind frühlingshaft-freundlich. Dazu passte die Stimmung der Aktionäre bei der Hauptversammlung am Donnerstag in der Lokhalle. Kein Wunder, denn die vorab veröffentlichten Geschäftszahlen 2014 und die Prognosen der Sartorius AG hatten die Anteilseigner milde gestimmt: 2014 gab es ein Umsatzplus von 12,6 Prozent auf 891 Millionen Euro. Nettogewinn: 73,7 Millionen.

Den Blick darauf warf Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg. „Wir haben den operativen Gewinn von plus 15 Prozent erreicht und wichtige Schritte zur Strategieumsetzung getan.“ Sartorius fokussiert sich nach dem Verkauf der Intec-Sparte an den japanischen Mineba-Konzern auf die Bereiche Bioprocess Solutions und Lab Products & Services.

Gute Zahlen, ein Verkauf, der in diesem Jahr 90 Millionen Euro in die Kasse spült, der Kauf von passenden Unternehmen, dazu ein kräftig laufender Auftrags- und Umsatzmotor – das hatte und hat Auswirkungen auf den Börsenkurs: Die Aktienentwicklung 2014 brachte ein Plus von 15,3 Prozent für die Stammaktie und 17 Prozent für die Vorzugsaktie. Sartorius ist 2,9 Milliarden Euro wert.

Der Konzern wächst nicht nur auf den Boom-Märkten wie China, sondern auch Nordamerika und Europa. „Das ist doch eine gesunde, gute Entwicklung“, fasste es ein Aktionär aus Northeim zusammen. So sehen es nicht nur die Kleinaktionäre, sondern auch die Vertreter der Vereinigungen zum Schutz der Anleger. Sie lobten Vorstand, Aufsichtsrat und Mitarbeiter: „Sartorius ist ein Vorzeigeunternehmen, mit einem Vorzeigevorstand und -aufsichtsrat“, sagte Christian Rettkowski von der Schutzgemeinschaft SDK. Er unterstützte aber auch, was der Kleinaktionär aus Northeim sagte: „Sie könnten mehr Dividende ausschütten.“ Für 2014 werden 1,06 Euro (Stammaktie) und 1,08 Euro (Vorzugsaktie) gezahlt. Dem stimmte die Versammlung mit großer Mehrheit zu.

Der Vorstandschef verwies auf die hohen Investitionen. Sartorius investiert 2015 bis 2017 acht bis zehn Prozent des Umsatzes. Sichtbar ist das auch am Ausbau des Sartorius-Campus in Göttingen. Unsichtbar werden vor allem die Informationstechnik-Investitionen sein. Wachsen will und wird Sartorius durch mehr Produktion, neue Produkte und durch Zukäufe. „Wir werden dabei nicht jeden sportlichen Preis bei Käufen mitgehen – es muss ein fair bewertetes Unternehmen sein“, so Kreuzburg. Weniger Präsenz werde man zukünftig auf Messen zeigen. „Sie verlieren an Bedeutung.“ Stattdessen setzt das Unternehmen auf eigene Info-Veranstaltungen. Dabei könne man gezielter und intensiver informieren.

Am Ende gab es noch viel Freundliches für Kreuzburg, dessen Vertrag bis 2020 verlängert wurde: „Es ist gut, dass Kreuzburg trotz anderer Angebote bei Sartorius geblieben ist“, sagte Aktionärsvertreter Alexander Vietinghoff-Scheel.

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