Sartorius-Masterplan sieht Ausbau und Einstellungen vor

Sartorius will mehr als 1000 Mitarbeiter bis 2025 in Göttingen einstellen

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Firmengelände Sartorius AG im Industriegebiet Göttingen-Grone: Der Sartorius-Campus mit den Neubauten. Noch im Bau ist ein Verwaltungsgebäude samt Mensa (links). Weitere Zubauten sind geplant, das die Mitarbeiterzahl stark steigen soll. Luftbild: Stefan Rampfel

Göttingen. Die sportlichen Ziele der Sartorius AG wirken sich auf Göttingen aus: Das Unternehmen will bis zu 1200 Mitarbeiter bis 2025 einstellen - und weiter bauen.

Der Sartorius-Konzern hatte im Februar seinen Zielkorridor von 2020 auf 2025 erweitert: Die ehrgeizige Prognose mit einer Umsatzmarke von vier Milliarden Euro – 2017 waren es 1,4 Milliarden Euro – hat auch positive Auswirkungen auf den Stammsitz Göttingen: Hier sollen nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Dr. Joachim Kreuzburg 2025 deutlich mehr Menschen arbeiten als bisher. Auch neue Firmengebäude sollen am und rund um den Sartorius-Campus aus dem Boden wachsen.

Aktuell 2800 Mitarbeiter in Göttingen

Zurzeit arbeiten in Göttingen etwa 2800 Menschen für Sartorius. Joachim Kreuzburg hatte kürzlich von etwa 1000 zusätzlichen Stellen für den Standort Göttingen bis 2025 gesprochen.

Ziel 2025: bis 4000 Mitarbeiter

Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte Timo Lindemann am Montag, dass bis 2025 noch deutlich mehr „Sartorianer“ in der Uni-Stadt beschäftigt werden sollen: zwischen 3500 und 4000. Eingestellt werden sollen vor allem Mitarbeiter in der Produktion, Chemiker und Biotechniker sowie IT-Spezialisten.

Wachsendes Unternehmen: Davon zeugt auch das Areal, das Sartorius mit seinem stetig wachsenden Sartorius-Campus im Industriegebiet Göttingen-Grone einnimmt. Vorne sind die Erweiterungsarbeiten am 2015 eröffneten Parkhaus zu sehen.  

Neubauten nötig

Obwohl Sartorius in den vergangenen vier Jahren seinen Campus im Industriegebiet Grone mit Neubauten für mehr als 500 Millionen Euro kräftig erweitert, würden dann noch einmal größere Betriebsflächen notwendig werden.

Parkhaus wird schon erweitert

Das Parkhaus, eröffnet im Januar 2015, wird bereits erweitert, die Arbeiten laufen. Hinzukommen sollen dann im Zuge des Mastplans 2025 – der weltweit in sieben Jahren von 15 000 Sartorius-Mitarbeitern ausgeht – vor allem weitere Produktionsflächen, aber auch Büros besonders für Informationstechnologie-Spezialisten und -Mitarbeiter, denn das Unternehmen will kräftig in die Digitalisierung investieren, benötige dafür aber auch die am Markt extrem gefragten Fachkräfte.

IT-Experten benötigt

Räumliche Möglichkeiten bietet neben Erweiterungen auch das ehemalige Telekom-Gebäude an der August-Spindler-Straße. Dort soll die Filter-Konfektionierung einziehen, wie Lindemann sagt.

Potenzial für Neubauten gibt es noch auf einem aktuell als Parkplatz genutzten Grundstück an der Hermann-Kolbe-Straße sowie an der Otto-Brenner-Straße, wo Freiflächen vorhanden sind, oder alte Gebäude abgerissen und erneuert werden könnten. (tko)

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