Kritik an Politikern

Schlepper-Protest auf Autobahn-Brücken: Göttinger Landwirte beim bundesweiten Flashmob dabei

Flashmob von Landwirten aus dem Raum Göttingen: Sie machten mit einer Aktion auf einer Brücke über der Autobahn 7 auf ihre Anliegen aufmerksam.
+
Flashmob von Landwirten aus dem Raum Göttingen: Sie machten mit einer Aktion auf einer Brücke über der Autobahn 7 auf ihre Anliegen aufmerksam.

An zehn verschiedenen Standorten und mit geschätzten 80 bis 100 Treckern haben sich Landwirte aus dem Raum Göttingen am bundesweiten Schlepper-Flashmob beteiligt.

Als Unterstützung für die Bauern-Bewegung „Land schafft Verbindung“ protestierten sie damit gegen die „aktuelle deutsche Agrar- und Wirtschaftspolitik“, wie es in einer Mitteilung hieß.

An Autobahn-Brücken und stark befahrenen Straßen stellten sich die Landwirte gut sichtbar auf – auch als Solidaritätsbekundung für ihre Kollegen in den Niederlanden, die diese Art des Protests initiiert hatten. Der Aktionstag war aber auch als Zeichen an die Politiker in Brüssel und Berlin gedacht, die aus Sicht der Landwirte die Belange der kleinen und mittelständischen Betriebe „komplett ausblenden“. Insbesondere die neue Düngeverordnung ist vielen Landwirten hierzulande ein Dorn im Auge.

Grundwasser zu stark mit Nitrat betrachtet

Grund für die verschärften Bundes-Richtlinien ist allerdings ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes, dass Deutschland gegen die Nitratrichtlinie verstößt. 

Das Grundwasser ist demnach in einigen Regionen – insbesondere im Agrarland Niedersachsen – zu stark mit Nitrat belastet, wofür in erster Linie die Düngung verantwortlich gemacht wird. Während den Landwirten die neue Verordnung zu weit geht, kritisieren sie Umweltschützer als unzureichend.

Bei Wind und Wetter unterwegs

Seit sie 14 Jahre alt ist, ist Hilde Albert aus Hausen mit dem Trecker unterwegs. Auch heute fährt Oma Hilde mit ihrem Trecker einkaufen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.