Sanierung abgeschlossen

ICE-Strecke zwischen Göttingen und Hannover ist Mitte Dezember wieder frei

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Ein Schnellumbauzug für Sanierungsarbeiten auf der ICE-Trasse Hannover-Göttingen. Etwa 140 Kilometer Gleise, 47 Weichen, 243 000 Schwellen und 405 000 Tonnen Schotter waren für die Sanierung erforderlich.

Die Bahnstrecke für Schnellzüge zwischen Göttingen und Hannover ist ab dem 15. Dezember wieder befahrbar. Das bedeutet eine Halbierung der Fahrtzeit für Zugreisende.

Weil die Schnellfahrstrecke saniert wird, sind Bahn-Reisende mit dem ICE zwischen Göttingen und Hannover seit Monaten fast doppelt so lange unterwegs wie gewöhnlich, die Züge werden über eine Nebenstrecke umgeleitet. Doch nun gibt es gute Nachrichten für Bahnkunden, denn bald ist Schluss mit den Bummelfahrten.

Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird die Schnellfahrstrecke zwischen Göttingen und Hannover wiedereröffnet. Die Sanierung der Trasse werde zum vorgesehenen Zeitpunkt abgeschlossen, sagte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lowis. „Dann wird der reguläre Zugverkehr wieder aufgenommen.“ Die Fahrzeiten der ICE-Züge verkürzen sich dann wieder von etwa einer Stunde auf gut 30 Minuten.

Sanierung der ICE-Strecke verläuft nach Plan 

„Die Sanierungsarbeiten sind voll im Plan“, sagte der Bahnsprecher. Es könne deshalb sogar sein, dass schon vor der offiziellen Wiedereröffnung einzelne ICE über die Schnellfahrstrecke geführt werden. Die Kosten der Sanierung bezifferte die Bahn auf rund 175 Millionen Euro.

Mitte Juni hatte die Bahn damit begonnen, den 89 Kilometer langen Abschnitt zwischen Göttingen und Hannover zu erneuern. Seither werden ICE- und IC-Züge über eine Nebenstrecke umgeleitet, die sonst Regional- und Güterzügen vorbehalten ist. Dadurch verlängerten sich die Fahrzeiten für Reisende, die auf Routen zwischen Süd- und Norddeutschland oder zwischen Frankfurt und Berlin unterwegs sind, um etwa eine halbe Stunde.

ICE-Strecke Würzburg-Hannover wird in Etappen saniert

Die Generalsanierung der Trasse war nach Angaben der Bahn unvermeidbar. Der Abschnitt Göttingen – Hannover, der Teil der Schnellfahrtstrecke Würzburg – Hannover ist, war fast 30 Jahre lang im Dauerbetrieb. Außer den Gleisen wurden auch neun Tunnel und acht Talbrücken erneuert. Zudem wurden die Oberleitungen und zahlreiche technische Einrichtungen auf den neuesten Stand gebracht.

Auch der Rest der Schnellfahrstrecke soll in Etappen bis 2023 saniert werden. Der Abschnitt Göttingen – Kassel kommt voraussichtlich von April bis Juli 2021 an die Reihe. Die insgesamt 327 Kilometer lange Schnellfahrstrecke Würzburg – Hannover war am 2. Juni 1991 nach fast 18 Jahren Bauzeit eröffnet worden. Auf der Strecke verkehren täglich rund 110 Fernverkehrs- und durchschnittlich 26 Güterzüge. Die maximale Geschwindigkeit für den Personenverkehr beträgt 280 und für den Güterverkehr 160 km/h.

Damit die Bahn während der Bauarbeiten pünktlicher ankommt, wurden ICE-Halte in Göttingen ab September gestrichen.

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