Fusion beider Institute

Sparkassen-Fusion zum 1. Juli - Kunden der Sparkasse Münden kriegen voraussichtlich neue Kontonummern

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Repräsentatives Gebäude: Das „Sparkassen Forum“ an der Kreuzung Groner Tor/Berliner Straße wurde im vergangenen Jahr bezogen.

Die Sparkasse Göttingen und die Sparkasse Münden sollen zum 1. Juli 2020 fusionieren. Die Verschmelzung soll bereits rückwirkend zum Jahreswechsel 2019/20 wirksam werden.

Göttingen/Hann. Münden – Gleichzeitig wird Rainer Hald bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Ende Dezember 2021 Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen bleiben.

Das beschloss der Verwaltungsrat der Sparkasse Göttingen. Dessen Vorsitzender, Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), betonte im Anschluss an die Sitzung, dass diese Konstellation „eine gelungene Mischung zwischen Kontinuität und Neuorientierung in der Leitung der Sparkasse Göttingen“ darstelle.

Rainer HaldVorstandsvorsitzender derSparkasse Göttingen

Mit dieser Lösung könne insbesondere der „Fusionsprozess zwischen der Sparkasse Göttingen und der Sparkasse Münden durch Sparkassendirektor Rainer Hald maßgeblich gesteuert werden“ und man könne dabei dessen Erfahrung nutzen.

Rainer Hald gehört dem Vorstand der Sparkasse Göttingen seit Anfang 1993 an. Zu Jahresbeginn 2004 wurde er Vorstandsvorsitzender.

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Göttingen hatte zuvor den Fusionszeitpunkt vorgeschlagen. Das Gremium hatte sich in einer Anhörung, die nach dem Gesetz erforderlich ist, für eine Fusion der beiden Institute ausgesprochen, sagte Verwaltungsratsvorsitzender Köhler. In dieser Woche soll auch die Anhörung des Verwaltungsrates der Sparkasse Münden erfolgen. 

Anfang Dezember war die mögliche Fusion der beiden Institute öffentlich bekannt geworden. Zuvor war eine Fusion der Sparkasse Münden mit den Sparkassen Osterode, Duderstadt und Bad Sachsa gescheitert, weil sich der Duderstädter Rat dagegen ausgesprochen hatte. Aus Mündener Sicht sprachen auch die weiten Wege für die Mitarbeiter aus der Drei-Flüsse-Stadt nach Osterode gegen diese Lösung.

Hauptstelle der Sparkasse Münden: Schon im Jahr 2018 gab es Pläne zur Fusion des Instituts. Sie waren gescheitert.

Schon vor zwei Jahren hatten Mitarbeiter der Sparkasse Münden unter der Hand hingegen signalisiert, dass sie sich eine Fusion mit der Göttinger Sparkasse durchaus vorstellen können. Denn auch andere Berufstätige pendeln täglich zwischen Hann. Münden und dem Oberzentrum Göttingen. Für Pendler ist die neue Göttinger Sparkassenzentrale an der Kreuzung Groner Tor/Berliner Straße auch ohne das Auto gut erreichbar, da der Bahnhof und der Bus-Bahnhof der Uni-Stadt in unmittelbarer Nähe liegen. Außerdem bietet der Sparkasse-Standort Tiefgaragenparkplätze für die Mitarbeiter.

Voraussichtlich neue Kontonummern für Kunden der Sparkasse Münden

Normalerweise bleiben bei einer Fusion die Konto-Nummern (IBAN) des größeren Institutes erhalten. Die Mündener Sparkassen-Kunden müssen sich deshalb bei der technischen Fusion, die nach den aktuellen Plänen im September erfolgen könnte, vermutlich auf neue Kontonummern einstellen. Das Alltagsgeschäft aber dürfte wie bisher weiterlaufen. 

Die Sparkasse Göttingen ist mit einer Bilanzsumme von etwa 3,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr fast zehnmal so groß wie die Sparkasse Münden, die 2018 eine Bilanzsumme von 425,05 Millionen Euro auswies. Auch bei der Zahl der Mitarbeiter werden die Unterschiede zwischen den beiden Instituten deutlich: 125 Mitarbeiter bei der Sparkasse Münden mit sieben Geschäftsstellen stehen mehr als 600 bei dem Institut in Göttingen mit aktuell 28 Geschäftsstellen gegenüber.

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