Solidarität mit den Betroffenen

Göttinger SPD macht mobil gegen die geplante Südlink-Trasse

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Voller Saal bei einer Info-Veranstaltung der Stadt Göttingen Anfang April: Dabei wurde deutlich, dass die Verlegung der Erdkabeltrasse Südlink im Bereich der Ortschaften westlich der Uni-Stadt strikt abgelehnt wird. 

Göttingen. Keiner will die Stromtrasse Südlink. Das gilt vor allem für die Ortschaften entlang der Trasse westlich von Göttingen. Jetzt machen die Sozialdemokraten Front gegen das Projekt. 

Die Sozialdemokraten solidarisieren sich mit den Betroffenen:  „Es spricht alles gegen die von der Firma Tennet geplante unterirdische Trasse“, sagen Heidrun von der Heide vom SPD-Ortsverein Westliche Dörfer und Christoph Lehmann, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes. 

Sie machen deutlich: „Die aktuelle Planung verstärkt die bereits bestehende hohe Belastung der westlichen Stadtgebiete.“ Autobahn, ICE-Trasse, Stromleitungen der Bahn, Bundesstraße 3 und die schon geplante 380 000-Volt-Wechselstromtrasse Wahle-Mecklar belasten ohnehin einseitig den Westen der Uni-Stadt.

Und: „Die gesundheitichen Auswirkungen der geplanten Südlinktrasse und der geplanten 380-kV-Wechselstromtrasse sind nicht erforscht. Beide Trassen sind Pilotprojekte“, sagen von der Heide und Lehmann übereinstimmend.

Südlink-Trasse verläuft extrem nah an Wohngebieten

Aus ihrer Sicht sind große Teile von Elliehausen, Esebeck und Groß Ellershausen von möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen – einschließlich der beiden Grundschulen und der Kindertagesstätten.

„Die Trasse läuft extrem eng am bestehenden und geplanten Siedlungsgebiet. Der Ortsteil Hetjershausen wird durchschnitten, zwischen dem Altdorf und dem Hasenwinkel verläuft die Trasse wohnortnah in topograpraphisch schwieriger Lage“, sagt von der Heide. 

Schon jetzt gebe es besorgte Stimmen aus den dort neu ausgewiesenen Baugebieten beziehungsweise den schon verkauften Bauplätzen, zum Beispiel im Baugebiet Deneweg.

SPD-Stadtverbandschef Lehmann warnt eindringlich, „dass die notwendige städtebauliche Entwicklung im Westen Göttingens und der dringend benötigte Wohnungsbau massiv behindert wird“.

Initiative bietet Hilfe beim Ausfüllen der Trassen-Einwände

Unterdessen gibt es von „Bürgerinitiative Gegenwind“ konkrete Hilfe beim Ausfüllen der Einwände gegen die Stromtrasse. Die Informationen sind unter www.bi-gegenwind.de  online abrufbar.

Unterdessen lädt der Netzbetreiber Tennet für kommenden Montag, 29. April, zu einem Info-Markt zu Südlink in den großen Saal des Bürgerhauses nach Bovenden, Rathausplatz 3, ein. 

Die Veranstaltung, bei das Unternehmen das Projekt ausführlich vorstellen will, findet von 16 bis 19 Uhr statt. 

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