Göttingen: SPD-Politiker wollen Kultur-Erhalt

Göttinger SPD-Politiker besuchen den Club Exil

Der Eingang zum Exil in Göttingen: In dem Göttinger Club feiert derzeit niemand.
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Der Eingang zum Exil in Göttingen: In dem Göttinger Club feiert derzeit niemand.

Die SPD-Politiker Thomas Oppermann und Dr. Gabriele Andretta aus Göttingen waren im Club Exil, um sich für den Erhalt der Clubs stark zu machen.

Die beiden SPD-Politiker Thomas Oppermann und Dr. Gabriele Andretta aus Göttingen waren im Göttinger Club Exil zu Gast, um sich für den Erhalt der Göttinger Clubs stark zu machen. 

Göttingen: Konjunkturpaket in Höhe von 25 Milliarden Euro sei ein wichtiger Baustein

„Es wäre ein großer Verlust für die Stadt Göttingen, wenn die Kulturinfrastruktur wegbrechen würde“, sagt der Bundestagsabgeordnete Oppermann nach eigenen Angaben.

Im Gespräch mit Bea Roth, Inhaberin des Exils, sei deutlich geworden, dass die Hilfe aus dem Konjunkturpaket für kleine und mittelständische Unternehmen in Höhe von 25 Milliarden Euro ein wichtiger Baustein sei. 

Davon profitierten die Clubs in Göttingen

Das Geld sei ein Zuschuss für die laufenden Betriebskosten und unvermeidbare Zahlungsverpflichtungen. Es werde aber auch mit der Verlängerung bis August nicht ausreichen, um die Existenz der Göttinger Musikspielstätten zu sichern.

„Deshalb ist die im Rahmen des Konjunkturpakets beschlossene Kulturmilliarde so wichtig. 150 Millionen Euro sind extra für die Unterstützung von Livemusikspielstätten und Musikfestivals vorgesehen“, sagt Oppermann. 

Davon profitierten die Göttinger Clubs. „Das ist auch notwendig, denn die Clubs werden erst als Letzte wieder öffnen dürfen, weil ein erhöhtes Infektionsrisiko bei vielen Menschen auf engem Raum besteht“, sagt Oppermann.

Die persönliche Existenzsicherung sei im Konjunkturpaket der meisten Bundesländer nicht enthalten, auch nicht in Niedersachsen, so Roth in einer Mitteilung. „Die Selbstständigen werden dazu gezwungen, mittels ihrer Altersvorsorge und ihrer Ersparnisse ihre Betriebe zu retten", sagt sie.

Landtagsabgeordnete Andretta aus Göttingen forderte zusätzliche Unterstützung

Die Landtagsabgeordnete Andretta forderte zusätzlich Unterstützung vom Bundesland. „Kultur muss wieder in unseren Alltag zurückkehren“, sagt sie. Die Förderungen müssten aber noch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und ihrem Ministerium ausgearbeitet werden. 

„Es ist richtig und wichtig, dass die bisher getroffenen Maßnahmen, wie die Möglichkeit Ausfallhonorare zu zahlen und die Gutscheinlösung, bestehen bleiben. Allerdings muss jetzt schnell und unbürokratisch nachgebessert werden“, sagt Andretta.   

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