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Göttinger Stadtbaurätin Baumgartner soll gehen

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Von: Thomas Kopietz

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Claudia Baumgartner
Claudia Baumgartner © pug

Beim Baudezernat der Stadtverwaltung Göttingen kommt es zu personellen Veränderungen. Stadtbaurätin Claudia Baumgartner wird wohl ihr Amt abgeben.

Göttingen – An der Spitze des Baudezernats der Stadtverwaltung wird es einen Wechsel geben. Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) hat sich mit den Fraktionen im Rat der Stadt verständigt, ein Verfahren zur Abberufung von Claudia Baumgartner einzuleiten. Demnach würde der Rat in einer öffentlichen Sondersitzung im Mai darüber entscheiden, drei Viertel der Ratsmitglieder müssten zustimmen.

Danach könnte mit der Suche nach einer Nachfolgerin begonnen werden. „Die Entscheidung zur Abberufung ist mir nicht leichtgefallen, sie ist aber richtig. Das Vorgehen ist in Abstimmung mit der Dezernentin erfolgt“, sagt Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD). Zu den Gründen für das Abberufungsverfahren machte sie keine Angaben.

Göttingen: Stadtbaurätin Claudia Baumgartner soll Amt abgeben

Claudia Baumgartner ist als Nachfolgerin des nach Leipzig gewechselten Vorgängers Thomas Dienberg seit dem 1. März 2020 Stadtbaurätin in Göttingen. Dienberg war im Dezember 2019 in Göttingen von seinem Amt freigestellt worden. Der damalige Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), hatte die damals 49-jährige Baumgartner damals für die wichtige Position vorgeschlagen.

Die gebürtige Münchnerin ist Diplom-Ingenieurin der Landespflege. Sie hat zuvor als Dezernentin für Bau und Umwelt in Gera gearbeitet. Dort war sie auch für die städtischen Bauprojekte sowie die Bereiche Verkehr, Umwelt, Stadtgrün und Friedhofsverwaltung zuständig gewesen.

In Göttingen zeichnet sie als Dezernentin verantwortlich für die städtischen Fachbereiche Planung, Bodenordnung und Vermessung; Gebäude, Tiefbau und Bauverwaltung; Stadtgrün und Umwelt sowie Baubetrieb und Stadtwald. Der Einstieg für Claudia Baumgartner in Göttingen war nicht leicht, so litt das Dezernat unter Personalmangel, wichtige Positionen waren wegen Weggang und Krankheit längere Zeit nicht besetzt.

Stadtrat Göttingen: Öffentlichen Sondersitzung im Mai

Im Verlauf der Amtszeit gab es auch Kritik an dem Dezernat und Vorgängen, so an verzögerten und aufgeschobenen Planungen und Baustarts wie bei den Projekten Stadthalle, JT-Spielstätte Otfried-Müller-Haus und Deutsches Theater (DT) verbunden mit drastischen Kostensteigerungen. Auch das Gebäude des Städtischen Museums befindet sich in einem desolaten Zustand.

Anfang Februar wartete Petra Broistedt mit dem Vorschlag auf, Projekte aus der Federführung des Baudezernats heraus zu nehmen, um mehr Tempo zu machen. So soll die Stadt-Tochter Städtische Wohnungsbau Gesellschaft Planungen übernehmen. (Thomas Kopietz)

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