Für mehr Wertschätzung und Geld

Göttingen: Erneut streikten Hunderte Uni- und Uni-Klinik-Beschäftigte

Klares Zeichen: Bedienstete von Universität und Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sowie aus Betrieben kamen am Donnerstag zur Kundgebung vor dem Bahnhof. Sie fordern auch mehr Personal und Geld.
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Klares Zeichen: Bedienstete von Universität und Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sowie aus Betrieben kamen am Donnerstag zur Kundgebung vor dem Bahnhof. Sie fordern auch mehr Personal und Geld.

Am Donnerstag (25.11.2021) wurde in Göttingen erneut gestreikt. Die Beschäftigten der Uni und der UMG sowie anderer Betriebe zogen für mehr Lohn und Anerkennung durch die Stadt.

Göttingen – Das Warten auf ein Angebot der Arbeitgeberseite im Tarifstreit hatte für die Gewerkschaft Verdi und Tausende Protestierende schon am 16. November ein Ende: Sie streikten zur Warnung. Am Donnerstag wiederholten sie die Aktion öffentlich sichtbar in Göttingen. Das hatte Folgen: In der Universitätsmedizin (UMG) fielen Termine aus, Patienten wurden nicht wie geplant versorgt. Die Notfallmedizin wurde aber aufrechterhalten.

Warnstreik Verdi in Göttingen: Mitarbeiterinnen der Universitätsmedizin, der Universität und Betrieben stellten bei der Kundgebung vor dem Göttinger Bahnhof klar: „Streik – das ist unsere Antwort auf Eure Politik!“

Streik in Göttingen: 500 demonstrierten am Bahnhofsvorplatz

Gut 500 Demonstrierende versammelten sich unter dem als Kampfspruch immer wieder zu hörenden Motto „Heute ist kein Arbeitstag, heute ist Streiktag“ nach dem Marsch von der Uni-Klinik bis zum Bahnhofsvorplatz zur Abschlusskundgebung. Viele hatten Transparente dabei, mit eindeutigen Statements zur Lage: „Wir sind systemrelevant“, „Ohne Röntgen keine Diagnose“ und „Wir retten Euch, wer rettet uns?“

„Wir retten Euch, wer rettet uns?“ Das fragten diese Mitarbeiter im Gesundheitswesen beim Verdi-Warnstreik am Donnerstag in Göttingen bei der Abschlusskundgebung vor dem Bahnhof.

Streikende Pflegekräfte: „Viele können nicht mehr“

Man sei es leid, war immer wieder zu hören. Der Mangel in vielen Bereichen sei lange vor der Pandemie mit ihren drastischen Auswirkungen und Mehrbelastungen für das Personal vor allem in den Gesundheitsberufen bekannt gewesen. Eine Belastung für die Menschen und deren Gesundheit. Heilende und Pflegende, die selber krank werden, das sei die Situation seit Jahren und jetzt besonders. So will Verdi mehr Mitbestimmung erreichen, um diese Situation beseitigen und die Forderung nach mehr Personal erfüllen zu können.

„Viele können nicht mehr. Punkt“, sagte eine Pflegekraft aus der UMG. Diese Tarifrunde bringe das Fass zum Überlaufen. Vollgemacht habe es die Überlastung, die Personalknappheit, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Man will weiterkämpfen – auch für Wertschätzung, bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. (Thomas Kopietz)

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