27-Jährige wollte Frau am Fotografieren hindern

Student nach Attacke auf Studentenwerks-Beschäftigte verurteilt

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Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Hier fiel am Montag das Urteil gegen den 27-jährigen Studenten.

Göttingen. Das Landgericht Göttingen hat am Montag einen 27-jährigen Studenten wegen eines Angriffs auf eine Mitarbeiterin des Göttinger Studentenwerks zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der Richter verurteilte den Studenten zu 60 Tagessätzen zu je 15 Euro – insgesamt 900 Euro. 

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Oktober 2014 bei einer Protestaktion im Foyer der Zentralmensa die 44-jährige Mitarbeiterin verletzt hatte, als er sie am Fotografieren hindern wollte. Er habe sich damit der Körperverletzung sowie der versuchten Sachbeschädigung schuldig gemacht. Die Mitarbeiterin hatte damals eine Plexuszerrung erlitten und ist nach eigenen Angaben bis heute gesundheitlich beeinträchtigt. Der 27-Jährige muss ihr deshalb ein Schmerzensgeld von 1500 Euro zahlen.

Hintergrund des Vorfalls war ein Konflikt zwischen dem Studentenwerk und den Mietern eines selbstverwalteten Studentenwohnheims in Göttingen. Bei der Protestaktion im Mensagebäude hatten Demonstranten den Geschäftsführer des Studentenwerks massiv bedrängt und beschimpft. Als die Mitarbeiterin das Geschehen fotografieren wollte, soll der 27-Jährige laut Anklage auf sie zugesprungen sein und ihr einen Faustschlag gegen die Schulter versetzt haben, um ihr die Kamera aus der Hand zu schlagen.

Dabei verdrehte sich ihr Arm so stark, dass sie diesen längere Zeit nicht mehr bewegen konnte. Sie müsse immer noch zweimal wöchentlich zur Physiotherapie, erklärte die 44-Jährige vor Gericht.

Der 27-Jährige hatte die Vorwürfe bestritten und gegen seine erstinstanzliche Verurteilung durch das Göttinger Amtsgericht Berufung eingelegt – allerdings ohne Erfolg. Das Landgericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und verwarf die Berufung. Die Verteidigung hatte dagegen einen Freispruch gefordert.

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