10 Schüler treten auf 

Gymnasiasten aus Göttingen sammeln bei Talentshow Spenden für Nepal

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Kein einfaches Seilchenspringen: Siebtklässlerin Evelyn Volkmann (links) zeigt der Jury bei der Generalprobe in der MPG-Aula die Sportart Rope Skipping.

Das Max-Planck-Gymnasium in Göttingen und die Hilfsorganisation Namaste Kids entwickeln seit einigen Jahren immer wieder Ideen, um die Nichtregierungsorganisation in Nepal zu unterstützen.

Die neueste Idee: Eine Talente-Show – angelehnt an das bekannte Castingshow-Format – bei der ausgewählte Schüler zeigen, was sie auf der Bühne können. Am Ende des Abends entscheidet das Publikum mit Münzen und Scheinen, wer ihnen am besten gefallen hat. „Wir stellen am Ausgang Spendenboxen für jeden der zehn Künstler auf. Wer das meiste Geld bekommt, gewinnt“, erklärt Theo Kramer, einer der vier Schülersprecher, das Prozedere.

Die Spenden fließen zu 100 Prozent an Namaste Kids, versichert er. Von dem geringen Eintrittsgeld (1,50 für Schüler, 2 Euro für Erwachsene) müssten die GEMA-Gebühren bezahlt werden, der Rest wird ebenfalls gespendet, betont Kramer. Aber auch die zehn Stars der Show gehen nicht leer aus: Für sie stehen gesponserte Preise bereit.

Die Schülervertretung des MPG hatte die Idee zu dieser außergewöhnlichen Spendengala. Kramer hätte das Ganze gerne noch größer aufgezogen: „Meine Vision war, dass wir auf dem Schulhof eine Großbild-Leinwand aufstellen, damit die Show auch Menschen verfolgen können, die erst mal nichts mit unserer Schule zu tun haben.“ Doch der Schulleiter habe dafür plädiert, dass das Publikum sich vielleicht doch besser auf MPG-Schüler und ihre Verwandtschaft beschränken sollte.

Etwa 200 Leute erwartet Kramer am heutigen Donnerstag in der Schul-Aula – mehr passen nicht hinein. Ursprünglich hatten sich 35 Schüler für die Vor-Castings beworben, zehn wurden ausgewählt. „Wir haben darauf geachtet, dass wir eine bunte Mischung haben und nicht nur Gesang. Von der 5. bis zur 12. Klasse ist alles dabei“, erläutert Kramer.

Malenia aus der sechsten Klasse singt „Skyfall“.

Bei der Entscheidung, wer am Ende gewinnt, zählt nicht nur die Stimme des Publikums. Eine vierköpfige Jury bestehend aus drei SV-Vertretern und einem Lehrer gibt ebenfalls ein Votum ab.

Am Ende hoffen die Organisatoren aber natürlich vor allem auf hohe Einnahmen zugunsten von Namaste Kids. Das ist eine NGO, die sich seit 2015 im Himalaya-Staat Nepal engagiert.

Transparenz und Nachhaltigkeit für Nepal

Ins Leben gerufen wurde Namste Kids (Namaste ist eine allgegenwärtige Grußformel unter Hindus) von Alexander Huppert, einem ehemaliger Göttinger Medizinstudenten. 

Nachdem 2015 ein starkes Erdbeben die gesamte Himalaya-Region erschütterte, hatte Huppert die Organisation gerade erst gegründet. Hilfe für Nepal war nun besonders wichtig. „Aber ich wollte das anders machen, als andere Organisationen“, erklärt Huppert. Im Fokus stehen Bildungs- und Gesundheitsprojekte sowie Kinder-Patenschaften. Außerdem setzt der Gründer auf Transparenz und Nachhaltigkeit. So können die Spender im Internet ganz genau verfolgen, was mit ihrem Geld passiert. Und die nepalesischen Kinder werden nicht nur während ihrer Schulzeit, sondern auch in der Berufsausbildung unterstützt. 

Dabei geht Namaste-Kids vor allem in Regionen, in denen keine andere NGO tätig ist. Und – das betont Huppert – das gespendete Geld fließe „zu 100 Prozent“ an die Menschen in Nepal, wo die Organisation etwa 20 engagierte Mitarbeiter vor Ort habe. Mittlerweile wird in den Medien des Hochgebirgsstaat regelmäßig über Projekte von Namaste Kids berichtet. Ein Grund, warum die Organisation 2017 ziemlich gewachsen ist. Und so braucht Huppert „noch mehr Unterstützung“, auch personeller Natur, „weil es immer mehr Arbeit wird“.

namaste-kids.org/

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