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Amokfahrt durch die Weender Straße? Fünfter „Tatort“ wird in Göttingen gedreht

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Von: Thomas Kopietz, Stefan Rampfel

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Ein Kleinlaster verunglückt in der Göttinger City, eine Amokfahrt führt durch die Weender Straße: Der fünfte „Tatort“ wird zurzeit in Göttingen gedreht.

Göttingen – Da staunten viele Besucherinnen und Besucher der Göttinger Innenstadt am Dienstagabend (13.12.2022): Das NDR-Tatort-Produktionsteam samt Schauspielern und den Kommissarinnen Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) und Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) drehten für den nächsten Teil der Göttingen-Tatort-Reihe „Geisterfahrt“.

Dafür wurde die Weender Straße zwischen Prinzenstraße und der Jacobikirche teilweise abgesperrt. Das Szenario sah täuschend echt aus: Ein Transporter eines Auslieferungsdienstes lag neben einem Baum auf der Seite, Stühle eines Eiscafés lagen verstreut auf der Straße. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort.

Geisterfahrt durch die Weender Straße: NDR dreht fünften „Tatort“ in Göttingen

Perfekt inszeniertes Unfall-Horror-Szenario: In der Fußgängerzone Weender Straße/Jakobi-Kirchhof lag am Dienstag, 13. Dezember, ein Transporter auf der Seite. Eine Szene für die Dreharbeiten zum Göttingen-Tatort „Geisterfahrt“. Für die Dreharbeiten waren Straßen abgesperrt worden.
Perfekt inszeniertes Unfall-Horror-Szenario: In der Fußgängerzone Weender Straße/Jakobi-Kirchhof lag am Dienstag, 13. Dezember, ein Transporter auf der Seite. Eine Szene für die Dreharbeiten zum Göttingen-Tatort „Geisterfahrt“. Für die Dreharbeiten waren Straßen abgesperrt worden. © Stefan Rampfel

Dabei waren die Polizeiautos keine der Göttinger Polizei, sondern Fahrzeuge für Fernsehdrehs. Echt waren hingegen die Fahrzeuge der Göttinger Berufsfeuerwehr: ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug, ein Notarztfahrzeug und zwei Rettungswagen – mit den echten Einsatzkräften, die auch als Komparsen in der Szene zu sehen sein werden.

Nach zwei Probedurchläufen war die relativ kurze Szene um kurz vor 21 Uhr im Kasten mit Maria Furtwängler und Florence Kasumba als Tatort-Kommissarinnen Charlotte Lindholm und Anaïs Schmitz. An allen Seiten der Absperrungen verfolgten trotz der Kälte viele Schaulustige den Filmdreh. Viele fragten sich anfangs auch, was denn hier Schlimmes passiert sei.

Doch das NDR-Team konnte schnell für Aufklärung sorgen. Im Gegensatz zur vorangegangenen Folge „Mord am Kiessee“, spielt die Stadt Göttingen und speziell die Innenstadt diesmal eine Kulissen-Hauptrolle.

Denn als Kriminaldirektor Liebig (Luc Feit) im Göttinger Polizeipräsidium seinen 60. Geburtstag feiert, wird das Fest jäh gestört: In der angrenzenden Altstadt gab es einen katastrophalen Unfall. Ein Transporter ist in eine Menschenmenge gerast.

„Tatort“-Kommissarinnen Charlotte Lindholm und Anaïs Schmitz sind zurück in der Uni-Stadt

Charlotte Lindholm und Liebigs Ehefrau Tereza (Bibiana Beglau), Ärztin am Krankenhaus, sind als erste am Unfallort. Ihnen bietet sich ein Ort des Schreckens. Leopold (Elijah Freeman), ein schwer verletzter Teenager, wird mit dem Fahrer des Wagens Ilie (Adrian Djokic) auf die Klinik-Intensivstation gebracht.

Auftakt der Dreharbeiten zum fünften Göttingen „Tatort“ mit dem Titel „Geisterfahrt“. Von links Regisseurin Christine Hartmann, Maria Furtwängler (Charlotte Lindholm), Kameramann Peter Nix und Florence Kasumba (Anaïs Schmitz)
Auftakt der Dreharbeiten zum fünften Göttingen „Tatort“ mit dem Titel „Geisterfahrt“. Von links Regisseurin Christine Hartmann, Maria Furtwängler (Charlotte Lindholm), Kameramann Peter Nix und Florence Kasumba (Anaïs Schmitz) © NDR/Christine Schröder/nh

Dort kämpfen die Ärztinnen um die Leben der beiden so unterschiedlichen jungen Männer. Ist die schwere Transporter-Unfallkatastrophe mit Toten und vielen Verletzten mitten in Göttingen ein tragisches Unglück oder eine gezielte Amokfahrt eines Kurierfahrers? Vor dieser Frage stehen Charlotte Lindholm und Anaïs Schmitz.

Den NDR-Tatort „Geisterfahrt“ inszenierte Christine Hartmann bis zum 14. Dezember in Göttingen sowie in Hamburg und Umgebung. Für die Regisseurin ist es die erste Zusammenarbeit mit dem Kommissarinnen-Duo. Gemeinsam mit Stefan Dähnert schrieb sie auch das Drehbuch.

Drehort Göttingen: TV-Stars Maria Furtwängler und Florence Kasumba drehen „Tatort“ in der City

Dähnert verfasste bereits den ersten „Tatort“ mit Lindholm und Schmitz, „Das verschwundene Kind“, und entwickelte auch das Konzept für den Göttingen-„Tatort“ mit, der nun in die fünfte Runde geht.

Zurück zur Story: Die Ermittlungen führen Lindholm und Schmitz in die Welt der Niedriglohnarbeiter: Der Fahrer war für einen Paketdienst unterwegs. Dieser bestreitet jede Verantwortung und verweist auf den Subunternehmer Mischa (Christoph Letkowski). Der sieht sich in die Enge getrieben und versucht mit seiner Frau Jutta (Lea Willkowsky) die Ermittlungen abzuwehren.

„Geisterfahrt“ lautet der Titel des fünften Göttingen Tatort. Gedreht wurde an der Weender Straße, wo ein Unfall-Szenario gestellt wurde. Dabei waren auch „echte“ Feuerwehr-Fahrzeuge und -Einsatzkräfte.
„Geisterfahrt“ lautet der Titel des fünften Göttingen Tatort. Gedreht wurde an der Weender Straße, wo ein Unfall-Szenario gestellt wurde. Dabei waren auch „echte“ Feuerwehr-Fahrzeuge und -Einsatzkräfte. © Stefan Rampfel

Als sich Charlotte Lindholm in ihren Ermittlungen von Kriminaldirektorat Liebig nicht genügend unterstützt fühlt, bittet sie erneut den Ehemann ihrer Kollegin, Gerichtsmediziner Nick Schmitz (Daniel Donskoy), um Hilfe. Zwischen Lindholm und Schmitz knisterte es schon in vergangenen Folgen.

Produzentin ist Iris Kiefer von der Produktionsfirma Filmpool Fiction. Auch am Mittwoch, 14. Dezember, wurde noch in Göttingen für „Geisterfahrt“ gedreht. (Stefan Rampfel/Thomas Kopietz)

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