Antrag wird gefördert

Uni und HAWK gewinnen elf Digital-Professuren

+
An der Uni-Medizin und an der HAWK wird es je eine Professur im Bereich Medizintechnik geben: Medizinphysik-Experte Dr. Georg Stamm (rechts), Medizinphysik-Experte an der Uni-Medizin Göttingen erklärt den Studierenden (von links) Nathalie Hilmer, Vivienne Heise und Nicolas Bertram die Funktionen eines Computertomographen.

Elf der 40 vom Land Niedersachsen bereitgestellten Digitalisierungsprofessuren gehen an die Universität Göttingen und die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK).

Mit den Digitalisierungsprofessuren wird der gemeinsame Antrag „Data Science Region Südniedersachsen“ gefördert.

Uni Göttingen und HAWK erhalten nun dauerhaft fast zwei Millionen Euro pro Jahr. Hinzu kommt eine Anschubfinanzierung für sechs Jahre von über neun Millionen Euro. Begutachtet wurden die Anträge der Hochschulen von der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN)

Im Wettbewerb um die Professuren haben die Universität und die HAWK ihren thematischen Schwerpunkt auf das Themenfeld Data Science gesetzt. In der Anwendungsforschung stehen die Bildgebung und Bilddiagnostik in Medizin und Gesundheit sowie Sensor- und Messverfahren in Physik und den Ingenieurwissenschaften im Mittelpunkt. Es geht um die Produktion, Vernetzung und Analyse von Daten für diese Bereiche.

Je eine Professur im Bereich Medizintechnik

„Es wird auch sowohl an der Universitätsmedizin Göttingen als auch an der HAWK je eine Professur im Bereich Medizintechnik geben, die mit ihren jeweiligen Denominationen eng zusammenarbeiten und Innovationen entwickeln werden.“, sagt Prof. Wolfgang Viöl, zuständig für die Forschungsprojekte an der HAWK.

„Wir freuen uns über den Erfolg unseres gemeinsamen Antrags“, sagt Dr. Valérie Schüller, kommissarische Präsidentin der Universität . Prof. Dr. Norbert Lossau, Vizepräsident der Uni für Infrastrukturen ergänzt: „Die Data Science-Strategie der Universität und das kürzlich gegründete Campus-Institut Data Science werden mit dieser Bewilligung eine großartige und nachhaltige Unterstützung für Forschung, Lehre sowie Kooperation mit den Unternehmen erfahren.“

HAWK-Präsident Dr. Marc Hudy sagt, dass die Vorhaben nicht nur wissenschaftlich innovative Wirkung entfalten, sondern auch in die Region strahlen werden: „Unsere anwendungsorientierte Forschung zeichnet sich ohnehin durch eine enge Vernetzung in die Region aus.“ Mit dem Projekt soll auch die Zusammenarbeit mit den Unternehmen Sartorius, Otto Bock, Phywe und weiteren Unternehmen intensiviert werden.

Wichtige Weichenstellung für Niedersachsen

Ab 2021 stehen jährlich sieben Millionen Euro für die 40 Digital-Professuren in Niedersachsen zur Verfügung. Hinzu kommen für erfolgreichen Antragsteller zusätzlich 33,6 Millionen Euro für weitere Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Infrastruktur. 

„Die Einrichtung der Digitalisierungsprofessuren ist eine der wichtigsten Weichenstellungen für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Landes“, so Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU).

Die großen Gewinner der Offensive 

Zu den großen Gewinnern der Offensive gehört auch der Verbund zwischen TU Clausthal und der Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel mit zehn Digital-Professuren. Da die Nachfrage nach Professorinnen und Professoren im Bereich Digitalisierung bundesweit sehr hoch ist, werden an den acht beteiligten Hochschulen zunächst bis zu 40 Digitalisierungs-professuren eingerichtet. Bis zu zehn weitere Professuren werden in den kommenden zwei Jahre in einer weiteren Antragsrunde ausgeschrieben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.