Hochbegabt durchs Leben

Der Verein Grips unterstützt die Eltern von Hochbegabten

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Helfen den Eltern von hochbegabten Mädchen und Jungen: Claudia Eggers (links) und Gisela Hartmann vom Göttinger Verein Grips. 

Sie haben einen Ferrari im Kopf, können ihn aber nicht ausfahren: So beschreibt Gisela Hartmann die Situation hochbegabter Kinder und Jugendlicher. Vortrag im VHS-Seminarhaus.

„Lebenslang hochbegabt – Wie kommt man mit Hochbegabung und hoher Leistungsfähigkeit durchs ganze Leben?“ ist der Titel des Vortrags, zu dem der Verein für Freitag, 15. November, einlädt.

Beginn ist um 19 Uhr im VHS-Seminarhaus, Bahnhofsallee 7, Raum 03/04. Professor Rainer Dollase aus Bielefeld wird auf die Frage nachgehen, was mit den hochbegabten Kindern und Jugendlichen geschieht.

Hochbegabte müssen quasi ihre Bedienungsanleitung finden und lernen, dass sie anders denken, fühlen und wahrnehmen. Dies sei häufig auch eine Herausforderung für Eltern, Erzieher und Lehrer. Die Nörten-Hardenbergerin ist seit zehn Jahren Vorsitzende des 2001 gegründeten Göttinger Vereins „Grips“.

43 Familien gehören dem Verein an

„Wir wollen das Thema publik machen“, sagt Hartmann. Mittlerweile gehören 43 Familien aus dem Raum Südniedersachsen, von Hann. Münden über Nörten-Hardenberg bis Osterode dem Verein an. 

Der Verein trifft sich regelmäßig jeden ersten Mittwoch im Monat im ASC-Heim in Göttingen. Ein bis zweimal jährlich lädt der Verein zu Vorträgen ein und veranstaltet auch etwas für Kinder.

„Wir sind auch Ansprechpartner für Eltern, wo es in der Schule nicht so gut läuft“, sagte die Vorsitzende. Grund sei oft, wenn die Schüler unterfordert sind oder bei Klassenfreunden anecken. „Sie sind im Kopf weiter, als von Alter normal wäre“.

Beratung für Eltern und Lehrer

„Es gibt nicht den Hochbegabten. Manche laufen auch locker durch die Schule“, fügt Claudia Eggers hinzu, die seit acht Jahren als Vize-Vorsitzende mitwirkt. 

Manchmal trauen sich Eltern von hochbegabten Kindern nicht, sich zu öffnen, weil der Begriff in der Gesellschaft negativ behaftet ist, kritisiert die Großenröderin.

„Wir beraten Eltern und auch Lehrer, die zum Teil auch empfänglich für Hinweise sind“, berichtet Eggers.

Als Eintritt wird um eine Spende von fünf Euro gebeten. Interessenten sollten sich per Mail unter der E-Mail-Adresse info@gripsgoe.de anmelden. Der Vortrag ist auch als Lehrerfortbildung anerkannt.

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