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Grüne Hausnummern als Prämie für vorbildliche Sanierung von Wohnhäusern in Göttingen

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Von: Bernd Schlegel

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Eines der vorbildlich sanierten Wohnhäuser im Wilamowitzweg im unteren Ostviertel in Göttingen.
Eines der vorbildlich sanierten Wohnhäuser im Wilamowitzweg im unteren Ostviertel in Göttingen: Das Projekt der Städtischen Wohnungsbau GmbH wurde jetzt von der Stadtverwaltung ausgezeichnet. © Bernd Schlegel

Mit der „Grünen Hausnummer“ macht die Stadt Göttingen auf vorbildliche sowie energieeffiziente Sanierungen und Neubauten aufmerksam.

Göttingen - Jetzt zeichnete die Stadt Göttingen erstmals hervorragend sanierte Gebäude aus. Eigentümer ist die Städtischen Wohnungsbaugesellschaft. Sie erhalten eine Grüne Hausnummer.

Die drei Wohnhäuser, die besonders energieeffizientsaniert wurden, stehen im Wilamowitzweg im unteren Ostviertel nahe des Friedländer Weges. Sie erhielten jeweils eine Plakette – die Grüne Hausnummer – die neben der eigenen Hausnummer angebracht wurde und so gut sichtbar auf das vorbildliche Engagement hinweist.

Oberbürgermeisterin: Gute Beispiele sind wichtig und gefragt.

„Gute Beispiele zu energieeffizienten Modernisierungs- und Neubauprojekten sind aus mehrfacher Sicht wichtig und gefragt. Mit der Grünen Hausnummer machen wir sie sichtbar. Nachahmen ist ausdrücklich erwünscht“, sagt Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD). Auch die Städtische Wohnungsbaugesellschaft komme ihrer Verantwortung nach und saniert ihre Gebäude seit vielen Jahren energetisch mit einem hohen Effizienzstandard. Das sei außerdem ein wichtiger Beitrag, um die Göttinger Klimaziele zu erreichen, so Broistedt.

Dina Epperlein: Sanierung ist wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

„Die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden kann einen großen Beitrag beim Klimaschutz leisten“, betont auch Dinah Epperlein, die das Referat für Nachhaltige Stadtentwicklung leitet. Das gelte insbesondere, wenn man dabei über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehe. „Natürlich sorgt eine energetische Sanierung auch für weniger Heizkosten, das schont zusätzlich den Geldbeutel der Mieterinnen und Mieter“, sagt Epperlein.

Städtische Wohnungsbau hat 4700 Wohneinheiten in Göttingen

Seit etwa 60 Jahren versorgt die Städtische Wohnungsbau den Wohnungsmarkt in der Uni-Stadt mit bezahlbaren Wohnraum. Stetig werden die Wohngebäude mit etwa 4700 Einheiten saniert. Dabei wird insbesondere auf die Energieeffizienz geachtet. „Bei allen Gebäuden wurden die Fenster und die Außentüren erneuert und alle Wohnungen wurden mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet“, erklärt Claudia Leuner-Haverich, Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbau GmbH.

„Außerdem wurden natürlich die Außenwände gedämmt. Dass dabei ein Gebäude nicht zwingend „sein Gesicht verliert“, haben wir exemplarisch an diesen Objekten zeigen können. Es sind dies die ersten drei – für die damals neu gegründete Wohnungsbaugesellschaft – errichteten Gebäude, deren typische Architektursprache der 60er Jahre wir erhalten konnten. Damit haben wir nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz geleistet, sondern auch eine Idee für den architektonischen Umgang mit der notwendigen Überarbeitung der Fassaden geliefert.“

Energie im Haushalt wird zu 70 Prozent für Heizung und Warmwasser benötigt.

Rund 70 Prozent des Energiebedarfs in Haushalten wird derzeit für Heizung und Warmwasser benötigt. Dementsprechend groß ist das Einsparpotenzial. Eine Sanierung der Gebäudehülle und der Haustechnik spart Energie und Geld und erhöht den Wohnkomfort. Die Stadt Göttingen möchte dies anhand von guten Beispielen zeigen und zum Nachahmen anregen.

Weitere Informationen unter zu.hna.de/hausgoe1222

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