Große Spende für neues Kino

Volksbank unterstützt fast fertiges "Méliès" in der ehemaligen Baptistenkirche

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Freude auf der Empore über die Spende: Das neue Programmkino „Méliès ist fast fertig. Jetzt gab es eine Spende von der Volksbankl Göttingen Kassel – mit den Beteiligten von links Peter Mühlhaus und Hans-Christian Reuß (beide Volksbank), Telke Reeck (Lumiere-Kino), Matthias Sonnenburg, Wilfried Arnold (Filmkunstfreunde) und Gerhard Rocnik (Eigentümer).

Das Programmkino „Méliès“ ist fast fertig, 106 komfortable rote Sessel mit Armstützen, das Interieur in schickem rot-grau – so kommt das neue Göttinger Programmkino daher.

Göttingen – Die Filmkunstfreunde freuen sich ebenso wie die Betreiber des Lumière-Kinos und Investor Gerhard Rocnik auf die Eröffnung am 3. April. Die Freude wurde noch verstärkt – durch eine kräftige Spende: Die Volksbank Kassel-Göttingen unterstützt das Projekt „Méliès“ mit 25 000 Euro.

„Wir wollen als Bank mit bürgerlicher Beteiligung generell das bürgerliche Engagement unterstützen“, sagte Volksbank-Vorstand Hans-Christian Reuß am Dienstag bei der Spendenübergabe im Kino. Und genau für starkes Bürgerengagement sei der Umbau der Baptistenkirche zum Kino ein Beispiel.

Denn ohne das zähe Bemühen der Filmkunstfreunde gäbe es das Programmkino „Méliès“ nicht – sie blieben am Ball, steckten einige Enttäuschungen weg, verbunden mit Rückzügen von möglichen Investoren und Betreibern sowie nicht realisierbaren anderen Immobilien „Zehn Jahre haben wir gebraucht und nicht nachgelassen“, beschreibt Matthias Sonnenburg die Arbeit. 

Seitenansicht: Ehemalige Baptistenkirche und nun Program mkino Méliès in Göttingen. Noch wird gearbeitet, am April läuft das Programm.

Man habe aber auch viel Unterstützung erhalten, wie durch die Stadt, die Eigentümer des Grundstücks an der Bürgerstraße, direkt neben der ehemaligen Voigt-Schule ist. Und es hat viele Spenden gegeben, von Kleinbetregen bis hin zu 20 000 Euro, berichtet Wilfried Arnold

Es hat sich gelohnt, bilanziert Matthias Sonnenburg, der die Eröffnung kaum erwarten kann, aber gleichzeitig auch sieht, dass noch einiges zu tun ist. Zurzeit laufen im Außenbereich Befestigungs- und Pflasterarbeiten, in der ehemaligen Baptistenkirche hängen noch Kabel aus Decken und Wänden, fehlen Türen, müssen Wände eingemauert werden.

Der Saal jedenfalls glänzt, die Technik ist drin, auch der Projektor – „alles digital“, sagt Arnold, ein weiterer alter Bekannter aus der Göttinger Kultur- und Kino-Szene, derlange Lumière-Geschäftsführer war, bis Telke Reeck übernahm. Bei der Bühnen- und Raumtechnik ist, obwohl schon alles installiert, noch Feinabstimmung angesagt.

Die Arbeiten beobachtete am Dienstag aufmerksam ein Mann sehr genau, ohne den es das „Méliès“ auch nicht geben würde: Investor Gerhard Rocnik ist Göttinger und hat das Projekt angepackt, obwohl er aus dem Wohnungsbau kommt und eigentlich beim Programmkino gar nicht anbeißen wollte, aber immer Kontakt zu den Filmkunstfreunden, diese bei anderen angepeilten Immobilien beraten hatte. „Aber man muss auch mal etwas mit Leidenschaft und ganz Besonderes machen“, sagt Rocnik heute schmunzelnd.

Vom Ausbau ist er beeindruckt. „Hier werde ich öfter herkommen, um Filme zu schauen.“

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