Bummeln mit Abstand

„Göttingen zieht an“ sorgt für gut besuchte Innenstadt - Pro-City zeigt sich zufrieden

Die gut besuchte Göttinger Innenstadt beim verkaufsoffenen Sonntag.
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Die Göttinger Fußgängerzone präsentierte sich am Sonntag bei „Göttingen zieht an“ zwar gut besucht, war aber keineswegs überfüllt.

Als Publikumsmagnet erwies sich der erste verkaufsoffene Sonntag in Göttingen seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Organisatoren und Geschäftsinhaber zeigten sich zufrieden.

Göttingen - Auch wenn es bei weitem nicht so viele Besucher waren wie bei der Premiere von „Göttingen zieht an“ 2008 sowie in den meisten Jahren danach, konnten sowohl die Organisatoren von Pro-City Göttingen als auch die vielen beteiligten Geschäftsinhaber durchaus zufrieden sein.

Fußgängerzone war nicht überfüllt

„Es ist großartig, dass das Leben endlich wieder normale Züge annimmt“, meinte Adelheid Thode, die mit ihren beiden Enkelkindern durch die Innenstadt bummelte. „Diese Veranstaltung ist der beste Beweis dafür“, sagte die 62-jährige Eichsfelderin.

Dabei zeigte sie sich erleichtert, dass die Fußgängerzone nicht völlig überfüllt war und man genug Platz hatte, um die vorgeschriebenen 1,5 Meter Abstand zueinander einzuhalten.

Das sei ein Indiz dafür, dass viele Menschen immer noch sehr vorsichtig seien und große Menschenansammlungen meiden. „Hätte ich gesehen, dass es hier zu voll ist, dann wären wir auch wieder umgekehrt“, so Thode.

Damit sich die Besucher sicher fühlen und die Zeit in der Innenstadt genießen konnten, hatten Pro -City-Geschäftsführerin Frederike Breyer und ihr Team ein umsichtiges Konzept erarbeitet.

Großzügig platziert: Durch die geringe Zahl der Stände gab es für die Besucher beim Flohmarkt auf dem Wochenmarktplatz viel Platz beim Stöbern.

Trotz großer Nachfrage deutlich weniger Stände beim Floh- und Kreativmarkt

„Vor allem haben wir dafür gesorgt, dass beim Flohmarkt auf dem Wochenmarktplatz und beim Kreativ-Markt der Kunsthandwerker am Gänseliesel nur wenige Stände vergeben werden und dadurch große Abstände gehalten werden können“, sagte Breyer.

Das habe sogar dazu geführt, dass sie von Besuchern gefragt worden sei, ob denn nicht mehr Aussteller mitmachen wollten. „Tatsächlich war die Nachfrage riesig und da wir alle zur Verfügung stehenden Standplätze schnell vergeben hatten, mussten wir vielen Ausstellern sogar absagen“, so Breyer.

Lange vermisst: Auch wenn beim Karussell noch einige Corona-Regeln einzuhalten waren, freuten sich sowohl die Kinder als auch die Eltern, dass es überhaupt angeboten wurde.

„Wir freuen uns, dass heute überhaupt so viele Menschen gekommen sind, dass alles so reibungslos über die Bühne gegangen ist und das sogar das Wetter – entgegen der Vorhersage – weitestgehend mitgespielt hat“, zog die Pro-City-Geschäftsführerin ein durchweg positives Fazit.

Einige Inhaber hatten auf mehr Umsatz gehofft

Was die Geschäftsinhaber angehe, sei das Resümee eher gemischt. „Alle wollten mit ihrer Teilnehme ein Zeichen setzen, dass sie überhaupt noch da sind“, sagte Breyer. Das sei auch gelungen. „Viele waren allein schon deshalb zufrieden, weil Publikum da war und sie die Zeit fanden, mit Stammkunden nette Gespräche zu führen.“ Aber natürlich habe der eine oder andere auf etwas mehr Umsatz gehofft.

Um die Innenstadt in den kommenden Wochen und Monaten weiter zu beleben, plant Pro-City schon jetzt weitere Veranstaltungen. „In den Sommerferien wird es die eine oder andere Spontanaktion geben, die allerdings alle noch nicht spruchreif sind“, meinte Breyer. Im September solle es dann wieder ein Kinderfest und – in deutlich abgespeckter Version – das Gänselieselfest geben.

„Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Pandemielage dann immer noch so entspannt darstellt wie momentan“, so Breyer. (Per Schröter)

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