Ausreise zum IS soll verhindert werden

Salafist aus Göttingen: Ausweis eingezogen

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Göttingen. Bei einem mutmaßlichen Salafisten aus Göttingen wurde am Montag der türkische Ausweis eingezogen. Damit soll verhindert werden, dass der Mann zum sogenannten Islamischen Staat (IS) ausreist.

Das bestätigte Verwaltungssprecher Detlef Johannson am Montag auf Anfrage. Der deutsche Ausweis des Mannes war bereits zu einem früheren Zeitpunkt eingezogen worden. „Wir haben großes Interesse daran, dass der Mann nicht ausreist“, sagte der Stadtsprecher weiter. Die Stadt hatte sich für die Aktion eigens eine richterliche Genehmigung geholt.

Im vergangenen Jahr war ein mutmaßlicher Salafist aus Göttingen bei einem Selbstmordanschlag des IS getötet worden.

Anfang des Monats war bekannt geworden, dass Göttingen inzwischen eine Hochburg für die Salafisten ist.

Seit Anfang 2014 existiert die „Präventionsstelle Politisch Motivierte Kriminalität“ beim Landeskriminalamt, die als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Außerdem gibt es in Hannover die „Beratungsstelle zur Prävention neo-salafistischer Radikalisierung“. Dort bekommen Eltern, Angehörige sowie Menschen aus dem Umfeld der Betroffenen Beratung und Hilfe. 

Kontakt: Verein beRATen, Tel. 0511/70052040.

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