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Göttingens Oberbürgermeisterin: „Probebohrungen nach Bomben müssen sein“

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Von: Thomas Kopietz

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Blick aus der Luft auf den westlichen Schützenplatz mit der Sparkassen-Arena und der Leine.
Blick auf den westlichen Schützenplatz mit der Sparkasse-Arena und der Leine. Das Bild zeigt die Vorbereitungen zur Bombenentschärfung am 30. Juli. © Swen Pförtner

Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) erläutert, warum eine weitere Suche auf dem Schützenplatz notwendig ist.

Göttingen – Kurz vor der Sprengung von vier amerikanischen Fliegerbomben, die im Erdreich am westlichen Ende des Schützenplatzes lagen, sorgte eine Ankündigung der Experten vom Kampfmittelräumdienst für Unruhe: Sie kündigten 8.000 Sondierungsbohrungen für das Schützenplatzareal an, um nach weiteren Blindgängern zu fahnden. Dabei wird es bleiben, sagt Oberbürgermeisterin Petra Broistedt gegenüber der Göttinger HNA-Redaktion.

„Wir müssen das Areal genau untersuchen, um das Risiko zu minimieren“, sagte Broistedt. Die Aktion beruht auf neuen Erkenntnissen aus der systematischen Suche und besonders der Auswertung von Luftbildern.

Blindgänger-Sondierungen auf dem Göttinger Schützenplatz gehen weiter

Hinzu kommen die Erfahrungen aus der Vorbereitung und Nachbereitung der Sprengung vom 30. Juli. Auch die Begutachtung der Sprengkrater hätte gezeigt, dass man dort diese nicht einfach verfüllen und verfestigen könne, so die Oberbürgermeisterin.

Eine Verdichtung durch Geräte berge ein Risiko. Denn für Broistedt ist die Wahrscheinlichkeit hoch, wenn „auf einer so kleinen Fläche bereits vier Bombenblindgänger gelegen haben, dass auf dem 20.000 Quadratmeter großen Schützenplatz noch weitere zu finden sein könnten“.

Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt.
Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD). © Swen Pförtner/dpa

Die Probebohrungen könnten auch eine Auswirkung auf die Großsporthalle S-Arena, damit für den Schulsport in großem Maße und den Profisport haben: Denn sowohl Schulen als auch die Bundesliga-Basketballer der BG Göttingen nutzen die Sparkassen-Arena. Noch ist keine Entscheidung über mögliche Sperrzeiten gefallen. Profi-Basketballer, Schul- und Vereinssportler hoffen, dass die Halle geöffnet bleiben wird.

Grundsätzlich ist Broistedt nach Auswertung der Aktion vom 30. Juli „sehr zufrieden“ – auch mit dem Verhalten der etwa 9.000 zu evakuierenden Bewohner. Dass nur fünf Leute verbotenerweise in das Sperrgebiet eindrangen, sei letztlich ein verschwindend geringer Anteil gewesen. (tko)

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